Dienstag, 13. November 2018

Bacardi Aus für Alkopops

Bacardi nimmt seine vor allem bei Jugendlichen beliebten Mixgetränke "Rigo" und "Breezer" vom Markt. Grund seien die Einführung der Alkopopsteuer 2004 und die Pfandbelegung im vergangenen Jahr.

Hamburg - Der Spirituosenhersteller Bacardi nimmt seine Alkopops vom deutschen Markt. Die Produkte "Bacardi Rigo" und "Bacardi Breezer" werden ab 2008 nicht mehr verkauft, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Bald Vergangenheit:
Die Mixgetränke "Rigo" und "Breezer" des Herstellers Bacardi
Die Mixgetränke aus Limonade und Alkohol hätten zuletzt nur über einen Umsatzanteil von 0,4 Prozent an alkoholischen Getränken verfügt.

"Nach der steuerlichen Sonderbehandlung der Getränke im Jahre 2004 sowie der Belegung mit Pfand seit Beginn 2006 haben spirituosenhaltige Mischgetränke für unser Unternehmen stark an Bedeutung verloren", sagte Sprecher Christian Cordes.

Seit 2005 hat den Angaben zufolge der Markt für alkoholische Mischgetränke hingegen weiter zugelegt, die nicht der Sondersteuer unterliegen. Biermischungen hätten beispielsweise deutlichen Auftrieb.

Die Entwicklung des Marktes für Mischgetränke auf Wein- und Bierbasis zeige, "dass die Alkopop-Sondersteuer als Maßnahme der Alkoholprävention im Ergebnis zu einer Konsumverschiebung und nicht zu Konsumreduktion insgesamt beigetragen hat", so Cordes.

Alkopops sind in Deutschland umstritten, weil sie besonders bei Jugendlichen beliebt sind und ihr Alkoholgehalt häufig unterschätzt wird. Das liegt nach Einschätzung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vor allem daran, dass Alkopops sehr süß sind, wodurch der Alkoholgeschmack größtenteils überdeckt werde.

manager-magazin.de mit Material von ap

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