Donnerstag, 17. Januar 2019

Skoda Streiks als Geburtstagsgeschenk?

Am Dienstag feiert Ferdinand Piëch seinen 70. Geburtstag. Doch ausgerechnet parallel zum Wiegenfest des VW-Patriarchen drohen bei der Volkswagen-Tochter Skoda Warnstreiks.

Prag - Die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda steuert im Tarifstreit auf Warnstreiks zu. Nachdem die Gewerkschaft die Verhandlungen um eine Lohnerhöhung einseitig für gescheitert erklärte, zog der Arbeitgeber sein letztes Angebot zurück, berichtete der Prager Rundfunk am Sonntag.

Skoda-Mitarbeiter: Der tschechische Autobauer soll zuletzt bis zu 13 Prozent mehr Lohn geboten haben
Damit seien an diesem Dienstag jeweils einstündige Warnstreiks in allen drei Schichten kaum zu vermeiden. Skoda soll zuletzt bis zu 13 Prozent mehr Lohn geboten haben. Die Gewerkschaft fordert jedoch 17 Prozent. Der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus hatte diesen Anspruch als überzogen und "schlechtes Signal" kritisiert.

Skoda mit Hauptsitz in Mlada Boleslav (Jungbunzlau) beschäftigt rund 28.000 Arbeitnehmer. Mit etwa 7,2 Milliarden Euro Umsatz ist es das größte Unternehmen und der wichtigste Exporteur des Landes.

Ausgerechnet am Dienstag feiert VW-Patriarch Ferdinand Piëch auch seinen 70. Geburtstag. Dass die angekündigten Streiks bei Skoda allerdings seine Laune nachdrücklich dämpfen werden, ist wohl eher unwahrscheinlich.

Kann der VW-Aufsichtsratschef und Porsche-Miteigner sich doch nur zwei Tage später auf der Volkswagen-Hauptversammlung in Hamburg (manager-magazin.de wird live berichten) nach dem Einstieg von Porsche bei VW Börsen-Chart zeigen wieder quasi als Alleinherrscher präsentieren.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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