Sonntag, 9. Dezember 2018

Nestlé Milliardendeal mit Novartis

Für 5,5 Milliarden Dollar hat Nestlé die Novartis-Tochter Gerber übernommen. Damit will sich der Nahrungsmittelkonzern als Weltmarktführer für Babynahrung etablieren.

Zürich - In der Schweiz kommt es zu einer Milliarden-Transaktion zwischen den beiden Industriegiganten Nestlé Börsen-Chart zeigen und Novartis Börsen-Chart zeigen. Der Pharmakonzern Novartis verkauft nach eigenen Angaben vom Donnerstag das Babynahrungsmittelgeschäft Gerber für 5,5 Milliarden Dollar in bar an den Nahrungsmittelkonzern Nestlé.

Neue Nummer eins: Nestlé will Weltmarktführer für Babynahrung werden
Novartis beende damit ein Programm, das die strategische Ausrichtung auf den Gesundheitsbereich mit Pharma als Kerngeschäft zum Ziel hatte. Die Transaktion, für die noch die üblichen behördlichen Genehmigungen eingeholt werden müssen, werde voraussichtlich bis Ende 2007 abgeschlossen sein.

Der Kauf von Gerber bringe Nestlé in die Nummer-Eins-Position im weltweit größten Markt für Säuglingsnahrung, den USA, und etabliere Nestlé gleichzeitig als den klaren Weltmarktführer in diesem Bereich, teilte das Unternehmen mit. Durch den Erwerb werde der Bereich Nestlé Nutrition zudem das bereits existierende Kerngeschäft in Nordamerika weiter ankurbeln und der dortigen Gesellschaft zu einer beträchtlichen Größe in den Bereichen Kleinkinder-, Gesundheits- und Leistungsernährung mit einer eigenen, spezialisierten Verkaufsmannschaft verhelfen, hieß es weiter.

Mit einem für 2007 geschätzten Nettoumsatz von 1,95 Milliarden Dollar sei Gerber in den USA eine der vertrauenswürdigsten Marken und werde dort von nahezu jeder Mutter wiedererkannt. Das Unternehmen erfreue sich zudem in Mexiko, Polen und Zentralamerika einer starken Marktpräsenz. Gerber ist außerdem Anbieter von Babypflegeprodukten sowie Lebensversicherungen für Jugendliche in den USA.

Zugleich teilte Novartis mit, der 47jährige Amerikaner Joseph Jimenez sei zum CEO der Division Consumer Health ernannt worden. Er trete per 16. April die Nachfolge von Paul Choffat (58) an, der auf Ende April in den Ruhestand tritt. Jimenez habe zuletzt bei dem Private-Equity-Unternehmen Blackstone gearbeitet. Bis vor kurzem sei er nicht-exekutives Mitglied des Verwaltungsrates von AstraZeneca gewesen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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