Mittwoch, 19. Dezember 2018

Tarifabschluss 3,6 Prozent mehr Lohn für Chemiebeschäftigte

Auf den ersten großen Tarifabschluss des Jahres haben sich Arbeitgeber und -nehmer in der Chemiebranche geeinigt. Er hat eine Laufzeit von 14 Monaten und kam in einer zweiten bundesweiten Verhandlungsrunde zustande.

Deutliche Anhebung der Löhne: Tarifverhandlungen der IG BCE abgeschlossen
Lahnstein - In der chemischen Industrie ist der erste große Tarifabschluss dieses Jahres perfekt. Die 550 000 Beschäftigten erhalten 3,6 Prozent mehr Geld - für eine Laufzeit von 13 Monaten. Für einen Monat zuvor erhalten sie zudem eine pauschale Einmalzahlung von 70 Euro. Darüber hinaus gibt es für 13 Monate jeweils eine flexible Einmalzahlung von 0,7 Prozent. Das sieht der Tarifabschluss vor, auf den sich Arbeitgeber und Gewerkschaft IG BCE am Donnerstag in Lahnstein geeinigt haben. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von insgesamt 14 Monaten.

Anfang der Woche hatte die IG BCE noch vor einem Scheitern der Gespräche gewarnt. Am Donnerstag war sie mit der Forderung nach einem "Einigungskorridor" von 4 bis 4,5 Prozent mehr Geld im rheinland- pfälzischen Lahnstein in die zweite bundesweite Verhandlungsrunde gegangen. Die Arbeitgeber hatten die Forderungen der Gewerkschaft von 4 bis 4,5 Prozent mehr Geld als zu hoch bezeichnet. Sie befürchten, dass sich die wirtschaftliche Lage der Branche 2007 verschlechtert.

Die Verhandlungen in der Chemie-Industrie waren in den vergangenen Jahren regelmäßig ohne große Konflikte über die Bühne gegangen. In der vorigen Chemie-Tarifrunde im Jahr 2005 wurde eine Erhöhung der Entgelte von 2,7 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 1,2 Prozent bei einer Laufzeit von 19 Monaten vereinbart.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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