Donnerstag, 15. November 2018

Investcorp Apcoa geht an Eurazeo

Der Parkplatzbetreiber Apcoa gehört künftig zur Beteiligungsgesellschaft Eurazeo. Nach nur drei Jahren hat Vorbesitzer Investcorp damit seinen Einsatz nach eigenen Angaben mehr als verzehnfacht.

Stuttgart - Der Stuttgarter Parkhaus- und Parkplatzbetreiber Apcoa Börsen-Chart zeigen gehört künftig der französischen Beteiligungsgesellschaft Eurazeo. Die Investmentfirma Investcorp verkauft das Unternehmen nach drei Jahren an den Eigentümer der ehemaligen Volkswagen-Leasingtochter Europcar für 885 Millionen Euro einschließlich Schulden, wie Eurazeo und Investcorp am Montag gemeinsam mitteilten.

Das Geschäft mit dem Parkraum: Auch der neue Eigentümer von Apcoa will wachsen
Investcorp hat den Kapitaleinsatz nach eigenen Angaben mehr als verzehnfacht. An den Apcoa-Vorbesitzer Energie Baden-Württemberg (EnBW) Börsen-Chart zeigen hatte die in Bahrain börsennotierte Anlagegesellschaft 265 Millionen Euro überwiesen. Apcoa sieht sich mit 725.000 Stellplätzen in 13 Ländern - davon allein 220.000 in Deutschland - als führender europäischer Parkraumbewirtschafter. Viele der rund 3300 Standorte liegen an Flughäfen, Krankenhäusern und Einkaufszentren. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen mit 2900 Mitarbeitern 489 Millionen Euro umgesetzt, sieben Prozent mehr als 2005. Eurazeo kündigte an, das Geschäft von Apcoa auszubauen.

"Wir werden die bestehende Wachstumsstrategie weiter verfolgen und die Entwicklung in den europäischen Märkten forcieren, in denen Apcoa noch nicht präsent ist", erklärte Vorstand Xavier Marin. Das Unternehmen ist bisher vor allem in Großbritannien, Deutschland und Skandinavien vertreten. Apcoa-Vorstandschef Peter Fischer soll bleiben.

Zu Eurazeo gehören neben Europcar unter anderem der Elektronikausrüster Rexel und die Billig-Hotelkette B&B Hotels, beteiligt ist die französische Firma unter anderem auch am Lebensmittelhersteller Danone. Im Bieterrennen um Apcoa waren zufolge zuletzt noch die britischen Finanzinvestoren Bridgepoint und TDR Capital. Zuvor waren der britische Apcoa-Konkurrent NCP und die australische Bank Macquarie ausgestiegen. Als interessiert galt auch der französische Baukonzern Vinci.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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