14.12.2006
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Volkswagen
Piëchs eingedampfte AutoUni

Von Michael O. R. Kröher

Ein weiteres Prestigeprojekt von Volkswagen-Patriarch Ferdinand Piëch endet kläglich. Die Wolfsburger AutoUni wird nach Informationen von manager magazin weitgehend abgewickelt. Von der einst geplanten Eliteschule bleibt nur eine Fortbildungsstätte.

Hamburg - Die Wolfsburger AutoUni, ursprünglich geplant als Elite-Akademie für 4000 Studierende aus aller Welt und allen Unternehmen, wird herabgestuft zur Weiterbildungsstätte für VW-Mitarbeiter. Gründungspräsident Walther Zimmerli verlässt deshalb die AutoUni. Ende März 2007 will er auf seine verbeamtete Professorenstelle des Landes Hessen zurückkehren. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (15. Dezember) im Handel zu haben ist.

Vor der Abwicklung: Ferdinand Piëchs AutoUni
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AP

Vor der Abwicklung: Ferdinand Piëchs AutoUni

Vier Jahre nach der Präsentation des Konzepts im Herbst 2002 hat die AutoUni noch keinen Hochschulabschluss vergeben, kein nennenswertes Forschungsergebnis veröffentlicht. Die drei Fakultäten (Wirtschaftswissenschaften, Technologien, Geistes- und Sozialwissenschaften) wurden wieder aufgelöst. Man habe, so Zimmerli gegenüber manager magazin, damit auf die schwierige Lage des Hauptsponsors Volkswagen Chart zeigen reagiert "und das Marschtempo ein wenig verlangsamt."

Der Volkswagen-Konzern hatte die AutoUni unter dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Ferdinand Piëch konzipiert, der heute dem Aufsichtsrat vorsitzt. Für die ersten fünf Jahre des Betriebs wurden 40 Millionen Euro bereitgestellt. Weitere 50 Millionen Euro gingen in den Neubau "MobileLifeCampus". Das spektakuläre Gebäude, entworfen vom Münchener Stararchitekten Gunter Henn, sollte die Hörsäle, Seminarräume und die Bibliothek der AutoUni aufnehmen.

Darüber hinaus, so die Idee, sollten sich internationale Hightech-Unternehmen mit ihren Forschungslabors einmieten. Bislang hat jedoch kein auswärtiger Mieter in den MobileLifeCampus gefunden. Der bisherige Eigentümer Wolfsburg AG, ein paritätisches Joint Venture der Stadt Wolfsburg und des Volkswagen-Konzerns, will deshalb das teure Gebäude komplett dem Autohersteller überschreiben. Über den Preis wird noch verhandelt.

Nachfolger des scheidenden Präsidenten Zimmerli wird der Entwicklungsingenieur Peter Tropschuh. Der hatte - wie der künftige Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn und wie der für die AutoUni zuständige Personalvorstand Horst Neumann - eine leitende Position bei Audi in Ingolstadt.

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