Freitag, 14. Dezember 2018

Immobilienverkauf Lidl füllt Kriegskasse

Die Handelsgruppe Schwarz hat einem Zeitungsbericht zufolge Immobilien im Wert von einer Milliarde Euro verkauft. Der Eigentümer der Lebensmittelketten Lidl und Schwarz braucht offenbar mehr Geld, um im Kampf gegen Branchenprimus Aldi zu bestehen.

Hamburg - Ein Paket im Wert von einer Milliarde Euro habe die Handelsgruppe Schwarz schon veräußert, weitere Immobilien für 300 Millionen Euro stünden derzeit zum Verkauf, berichtet die "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe). Branchenkennern zufolge wolle die Schwarz-Gruppe damit ihre hohe Verschuldung abbauen. Ein Lidl-Sprecher habe dazu nicht Stellung nehmen wollen.

Hohe Schulden: Lidl soll Verbindlichkeiten in Höhe von 15 Milliarden Euro haben
Dem Bericht zufolge braucht das Unternehmen derzeit frisches Geld für neue Filialen. Lidl und Kaufland gehören zu den am aggressivsten expandierenden Ketten im Lebensmittelhandel. Lidl-Gründer Dieter Schwarz habe sich vorgenommen, den Branchenprimus Aldi einzuholen. Allerdings laste ein hoher Schuldenberg auf seinem Konzern. In der Branche sei von einer Verschuldung von rund 15 Milliarden Euro die Rede.

Rund 250 Lidl-Immobilien habe der Konzern bereits für eine Milliarde Euro an den australischen Finanzinvestor Babcock & Brown verkauft und zurückgemietet. Dabei sei es vor allem um Standorte in Deutschland und der Schweiz gegangen. Hierzulande betreibt Lidl etwa 2700 Filialen. Derzeit am Markt angeboten würden Kaufland-Immobilien, zudem drei Fachmarktzentren der Kette Kaufpark.

Von den Kaufland-Immobilien seien derzeit zwei Tranchen im Markt. Eine erste umfasse acht Standorte, etwa in Plauen, Meißen, Dessau und Jena, im Wert von insgesamt rund 150 Millionen Euro. Auch im Paket der zweiten Tranche seien vor allem ostdeutsche Standorte.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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