Sonntag, 26. April 2015

Imperial Tobacco Tchibo verkauft Davidoff

540 Millionen Euro zahlt der britischen Zigarettenkonzern Imperial Tobacco für die Übernahme der Zigarettenmarke Davidoff an das Hamburger Kaffeehaus Tchibo. 2002 hatte Imperial bereits für 5,2 Milliarden Euro den Konkurrenten Reemtsma von Tchibo übernommen.

Der Kaffee bleibt, die Zigaretten gehen: Tchibo verkauft die Marke Davidoff
Hamburg - Der Kaffeeröster Tchibo verkauft für 540 Millionen Euro seine Zigarettenmarke Davidoff an den britischen Zigarettenkonzern Imperial Tobacco Börsen-Chart zeigen (John Player Special). Die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen, wie Imperial Tobacco am Mittwoch mitteilte. Das Unternehmen produziert bereits seit der Übernahme des deutschen Reemtsma-Konzerns vor vier Jahren weltweit in Lizenz Davidoff-Zigaretten.

Imperial hatte 2002 für 5,2 Milliarden Euro Reemtsma vom damaligen Eigentümer Tchibo und der Gründerfamilie übernommen.

Danach wurde der deutsche Anbieter (West, Roth Händle) mit einem scharfen Sparprogramm auf Rendite ausgerichtet. Der viertgrößte Tabakkonzern der Welt gilt als extrem renditeorientiert und erreichte 2005 mit einem Umsatz von umgerechnet 4,5 Milliarden Euro einen Gewinn von 1,5 Milliarden Euro.

Gegenüber manager-magazin.de erklärte ein Sprecher der Tchibo-Holding, dass mit dem Verkauf der Tabak-Marke keine weiteren Rechte an der Marke Davidoff im Konzern verblieben - abgesehen vom "Spitzenpremium-Produkt" Davidoff Café. Mit dem Verkaufspreis für den Bereich Zigaretten sei man "zufrieden". Die Summe werden zur Schuldentilgung eingesetzt.

Imperial-Tobacco-Chef Gareth Davis unterstrich die weltweiten Erfolge mit dem Produkt in den vergangenen vier Jahren. Die Zusammenarbeit mit der Oettinger Davidoff Group, die die Markenrechte abseits der Zigaretten hält, bleibe bestehen. Unter dem Markennamen werden auch Cognac, Lederwaren, Brillen, sowie Parfüms angeboten.

manager-magazin.de mit Material von ap, reuters

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