Freitag, 22. Februar 2019

Airbus A380 Zu groß für Berlin

Auf den Flughäfen München und Frankfurt ist die Abfertigung des Airbus in Rekordgröße möglich - anderswo in Deutschland nicht. Für den neuen Großflughafen Berlin-Brandenburg heißt die Begründung, dass die Airlines mit dem A380 gar nicht nach Berlin fliegen wollen. Unterdessen starten der erste Probeflug mit Passagieren im A380.

Toulouse/Hamburg - Ausgeloste Mitarbeiter des europäischen Flugzeugbauers Airbus werden den weltgrößten Passagierjet A380 vom 4. bis 7. September als erste Passagiere auf seinen Komfort hin testen.

Vier "Early Long Flights" vom im Schnitt je acht Stunden, darunter ein Nachtflug, sind geplant, teilte Airbus in Toulouse mit. 400 Passagiere werden nach den Angaben jeweils an Bord sein, ausgelost unter den 15.000 Mitarbeitern aus aller Welt, die sich dafür gemeldet haben. Sie sollen den Kabinenkomfort testen, die Leistung der Klimaanlagen, ob der neue Airbus A380 vibriert und wie bequem man sich bewegen kann. Der Passagierjet der Tochter von EADS Börsen-Chart zeigen mit bis zu 555 Sitzen soll Ende 2006 bei Singapore Airlines erstmals in Liniendienst gehen.

Der A380 wird als das derzeit modernste und größte Passagierflugzeug aber offenbar vorerst nicht auf dem neuen Großflughafen Berlin-Brandenburg (BBI) in Schönefeld landen können. Die Start- und Landebahnen würden für den A380 zwar ausreichen, die Abfertigungsanlagen seien aber nur für kleinere Flugzeuge ausgelegt, berichtet der Berliner "Tagesspiegel".

Nach Angaben der Flughafengesellschaft könnten die Anlagen aber bei Bedarf nachgerüstet werden. Dem Blatt zufolge werden in Deutschland zunächst nur die Flughäfen in Frankfurt am Main und München den A380 abfertigen können. Ein Flughafen-Sprecher sagte, bisher habe keine Fluggesellschaft den Wunsch geäußert, mit dem A380 nach Berlin fliegen zu wollen.

manager-magazin.de mit Material von dpa, ddp

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