Sonntag, 16. Dezember 2018

P&O-Übernahme Dubai schlägt Singapur

Die Aktionäre des britischen Hafen- und Fährenbetreibers P&O haben am Montag für ein Übernahmeangebot von Dubai Ports World aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gestimmt. 99,5 Prozent hätten sich für die Offerte von 520 Pence je Aktie oder insgesamt 6,8 Milliarden Dollar ausgesprochen.

London - Dubai Ports World hatte sich in der seit Wochen laufenden Übernahmeschlacht gegen PSA International zum Sieger erklärt, nachdem sich der Singapurer Hafenbetreiber PSA International aus dem Übernahmekampf um den britischen Konkurrenten Peninsular and Oriental Steam Navigation (P&O) Börsen-Chart zeigen zurückgezogen hatte.

Wachsende Märkte: Dubai Ports steigt zum drittgrößten Hafenbetreiber der Welt auf
PSA hatte sich entschieden, sein Angebot nicht zu erhöhen und die Übernahme nicht weiter zu verfolgen. Der Rivale Dubai Ports World zeigte sich darauf hin sicher, den Übernahmekampf zu gewinnen. "Wir waren immer zuversichtlich", sagte Chairman Sultan Ahmed Bin Sulayem der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Gruppe hatte mit ihrer rund 5,7 Milliarden Euro schweren Offerte im vergangenen Monat das Angebot von PSA überboten. Am Montag haben 99,5 Prozent der Aktionäre für das Angebot aus Dubai gestimmt.

Das Traditionsunternehmen P&O betreibt weltweit 29 Containerterminals. Durch den Einstieg in das Immobiliengeschäft war das Unternehmen in Schwierigkeiten geraten, Bereich wie die Kreuzfahrt wurden bereits verkauft.

Durch die Übernahme von P&O steigt Dubai Ports World in dem stakr wachsenden Markt zum drittgrößten Hafenbetreiber hiter Hutchison Ports und PSA International der Welt auf. Wäre PSA International zum Zuge gekommen, wäre sogar die größte Hafengesellschaft der Welt entstanden.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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