Dienstag, 17. Juli 2018

USA Bush predigt Abkehr vom Öl

US-Präsident George W. Bush will die Ölimporte der USA aus dem Nahen Osten bis zum Jahr 2025 um mehr als 75 Prozent senken. In seiner Rede zur Lage der Nation machte sich Bush für alternative Energien stark – die Aktien deutscher Solaranbieter setzten ihre Kursrally fort.

Neue Töne: US-Präsident George W. Bush entdeckt seine Liebe zu alternativen Energien

New York - "Amerika ist abhängig vom Öl, das oftmals aus instabilen Teilen der Welt kommt", sagte der US-Präsident am Dienstag in seiner Rede zur Lage der Nation. Die USA müssten ihre Abhängigkeit von ausländischem Öl durch die Förderung alternativer Energiequellen reduzieren.

Durch den Einsatz neuer Technologien könne die Umweltsituation dramatisch verbessert und die Abhängigkeit vom Öl des Nahen Ostens beendet werden, sagte Bush. Er werde in der kommenden Woche eine 22-prozentige Erhöhung der Haushaltsmittel 2007 für die Förderung sauberer Energien beantragen. Damit sollen Sonnen- und Windenergie ebenso gefördert werden wie Atomenergie, saubere Kohle und Hybridautos.

"US-Regierung ist von Ölkonzernen abhängig"

Die im TecDax Börsen-Chart zeigen notierten Aktien deutscher Solaranbieter wie QCells, Ersol Börsen-Chart zeigen und Solarworld Börsen-Chart zeigen setzen ihre Kursrally am Mittwoch fort. Die Aktien hatten bereits in den vergangenen Wochen mit Kurssprüngen von mehr als zehn Prozent auf sich aufmerksam gemacht.

Die Stärkung alternativer Energien sind neue Töne des US-Präsidenten, der sich bislang stets für eine verbesserte Förderung der Ölreserven ausgesprochen und Förderprogramme für alternative Energien in der Vergangenheit gekürzt hat.

Kritiker bezweifeln, dass Bush seine Verbindung zur Ölindustrie kappen wird. "Der Präsident hat heute Nacht erklärt, dass die Amerikaner vom Öl abhängig sind, aber diese Regierung ist von den Ölkonzernen abhängig und wir werden niemals eine Unabhängigkeit im Energiesektor erlangen, bis die Regierung diese Abhängigkeit beendet", sagte der demokratische Senator Charles Schumer.

manager-magazin.de mit Material von rtr

© manager magazin 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH