Donnerstag, 15. November 2018

WEF Hubschrauber, Stacheldraht und 5000 Soldaten

Wenige Stunden vor Beginn des bedeutendsten Wirtschaftsereignisses der Welt gleicht der Schweizer Wintersportort Davos jedem anderen beschaulichen Alpenort – wenn nicht überall Soldaten Posten beziehen würden. Denn am Mittwoch beginnt hier das Weltwirtschaftsforum, und dann gleicht Davos keinem anderen Alpenort mehr.

Safety First: 2340 Besucher aus 89 Ländern, darunter 735 Unternehmens- und 60 Regierungschefs, werden zum 36. Weltwirtschaftsforum in Davos erwartet

Davos - Noch ist Davos die Ruhe selbst. Einen Tag vor Beginn des Weltwirtschaftsforums (WWF) gehört der Wintersportort noch den Skifahrern. Bei minus zwölf Grad Celsius sind sie die Einzigen, die am Morgen bei strahlendem Sonnenschein über die Hauptstraße des Ortes laufen, auf dem Weg zur nächsten Ski-Bushaltestelle. Und dann weiter zu den Pisten.

Doch etwas ist anders heute.

Der Krach von Hubschrauberrotoren übertönt im Minutentakt das Schneekettenklappern der Autos auf der Hauptstraße von Davos. Soldaten, Polizisten und Angestellte privater Sicherheitsfirmen wie etwa von Securitas patroullieren über die verschneiten und dick vereisten Bürgersteige der Promenade.

Sie sollen zusammen mit mehr als 5000 Soldaten des Schweizer Bundesheeres und der Polizei dafür sorgen, dass die Konferenz von Mittwoch bis Sonntag sicher über die Bühne gehen wird, und zumindest technisch scheinen sie auf alles erdenklich Mögliche eingestellt zu sein.

Ehrengast: Bundeskanzlerin Angela Merkel hält die Eröffnungsrede - doch Regierungschefs aus den westlichen Industrienationen machen sich in Davos rar Vorzeige-Unternehmer: Microsoft-Chef Bill Gates wird in Davos über Zukunftstechnologien sprechen Stammgast: Der Schweizer Josef Ackermann, Vorstandssprecher der Deutschen Bank, ist Mitglied im WEF-Board
Deutscher Gast: Siemens-Chef Klaus Kleinfeld referiert in Davos über den Kostenfaktor Arbeit. Für die angereisten Topmanager ist Davos ein trefflicher Ort, um Kontakte zu stärken und Deals einzufädeln Magier des Geldes: Hedgefondsmanager George Soros wird in Davos über die Bedingungen für Wirtschaftshilfen an einzelne Staaten diskutieren Topbanker: Citigroup-Chef Charles Prince referiert in Davos darüber, welche öffentlichen Aufgaben die Industrie übernehmen könnte Politprominenz: Der US-Senator und ehemalige Präsidentschaftskandidat John Kerry wird sich in Davos dem Thema Atomkraft widmen
Tomb Raider in Davos: Schauspielerin Angelina Jolie ist in ihrer Funktion als UN-Botschafterin beim WEF dabei With or without Bono: Der Sänger der Rockband U2 diskutiert in Davos über die Zukunft Afrikas Sport-Ikone: Muhammad Ali wird in Davos mit dem Crystal Award geehrt Gordon Gecco am Genfer See: US-Schauspieler Michael Douglas geht der Frage nach, wie Prominente wohltätige Aktionen unterstützen können

WWF 2006: Die doppelte Angie in Davos
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Selbst an den Eingängen zu den größeren Hotels, wie etwa dem Hotel Post in Davos' kleinem Zentrum, haben sie Metalldetektoren und Durchleuchtungsmaschinen der Firma Heimann installieren lassen. Die gleichen Geräte, die Reisende von den Sicherheitsschleusen an Flughäfen kennen - und stets verfluchen, weil sich vor ihnen immer wieder lange Schlangen bilden.

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