Samstag, 17. November 2018

Deutsche Post 4000 zuviel

Die Deutsche Post legt ihre Tochterfirmen DHL, Danzas und Euro Express in Deutschland zusammen. Zwar beteuert der Konzern, den Umbau ohne betriebsbedingte Kündigungen vollziehen zu wollen. Arbeitnehmervertreter sind jedoch skeptisch.

Bonn - Durch den Zusammenschluss seien gut 4000 Mitarbeiter "organisatorisch" betroffen, sagte ein Post-Sprecher am Mittwochabend zu einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" (Donnerstag). Das bedeute aber nicht automatisch Entlassung. Für sie werde eine Beschäftigung innerhalb des Konzerns gesucht.

DHL-Transporter: 4000 Mitarbeiter "organisatorisch" betroffen
Die Zeitung berichtete, dass von den rund 10.000 Beschäftigten bei DHL, Danzas und Euro Express voraussichtlich 4350 Mitarbeiter keine Stelle mehr in der neuen Post Euro Express Verwaltungs GmbH erhalten werden. Demnach hat sich der Konzern mit der Gewerkschaft Verdi über die Eckpunkte einer Zusammenlegung Töchter geeinigt.

In dem mit Verdi abgeschlossenen Vorvertrag wird als Ziel genannt, für möglichst viele Mitarbeiter eine Beschäftigung im Konzern zu finden. Dennoch sei offen, ob es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen werde. Dies wären die ersten Entlassungen bei der Post seit mehr als zehn Jahren.

In Abstimmung mit der Gewerkschaft würden "sozialverträgliche Lösungen" gesucht, sagte dazu der Postsprecher. So wollen die Verantwortlichen bei einem möglichen Stellenabbau die natürliche Fluktuation nutzen.

Ein Verdi-Sprecher sagte: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen wird." Das widerspräche dem laufenden Tarifvertrag.

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