Dienstag, 13. November 2018

McDonald's Die Pizza wird zum Bumerang

Die Fast-Food-Kette liebt ihre Pizzarestaurants nicht mehr. Die Donatos-Filialen in Deutschland werden geschlossen, die restlichen 182 Pizzerias gehen an den Donatos-Gründer zurück, von dem McDonald's erst im vergangenen Jahr gekauft wurde. Nicht mehr neue Felder sondern mehr Markt mit der Kernmarke sollen erobert werden.

New York - Der weltweit größte Fast-Food-Anbieter McDonald's Corp (Oakbrook/Illinois) Börsen-Chart zeigen hat am Montag den Verkauf seiner Pizza-Kette Donatos bekannt gegeben. Die drei erst im Sommer 2002 eröffneten Donato-Restaurants in Deutschland werden geschlossen.

Die 182 Pizza-Restaurants werden für einen nicht genannten Betrag an Jim Grote verkauft, der Donatos vor 40 Jahren in Columbus (Ohio) gegründet und 1999 an McDonald's verkauft hatte. Über den Verkauf einiger oder aller der so genannten Partner-Marken, zu der auch die Restaurantketten Chipotle und Boston Market (Kanada, Australien) gehören, wird seit einiger Zeit spekuliert. Sie steuern nur 1,1 Milliarden Dollar zum Konzernumsatz von 41,5 Milliarden Dollar bei.

Schneller Wechsel der Langfrist-Strategie

Im Zuge der Konzentration auf die Kernmarke werde unter anderem werde die Trennung von Nicht-McDonalds-Restaurants fortgesetzt, verlautete aus dem Unternehmen. Mit der Fokussierung soll das langfristige Wachstum beim Umsatz und operativen Gewinn angekurbelt werden.

Aufgrund der Konzentration auf die Kernmarke erwartet McDonald's im vierten Quartal eine Nachsteuerbelastung von 0,23 bis 0,28 US-Dollar.

Der Großteil davon gehe auf die Änderung des Restaurantkonzepts zurück, teilte das im Dow Jones Industrial Average notierte Unternehmen in Oak Brook mit. Der Rest gehe auf Unternehmenswertabschreibungen sowie andere Umbaupläne zurück. Die Belastung sei nicht zahlungswirksam.

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