Samstag, 23. Juli 2016

Angriff auf den Irak Chronik eines angekündigten Krieges

Vier Monate nach dem 11. September 2001 zählte US-Präsident George W. Bush den Irak neben Iran und Nord-Korea wegen angeblicher Massenvernichtungswaffen in ihrem Besitz zu einer "Achse des Bösen". Spätestens damit begann eine Eskalation, die am Ende auch von der Uno nicht mehr zu stoppen war. Die Ereignisse im Überblick.

3. April 1991:

Der UN-Sicherheitsrat verpflichtet den Irak zur Zerstörung aller chemischen und biologischen Waffen und ruft mit der Resolution 687 die Waffenkontrollkommission UNSCOM ins Leben, deren Arbeit in den Folgejahren massiv behindert wird.

DER SPIEGEL
11. April 1991: Die Uno erklärt den Waffenstillstand im Golf-Krieg, nachdem Irak die Resolution 687 akzeptiert hat. Diese verlangt von Irak die Vernichtung seiner Massenvernichtungswaffen.

27. August 1992: Einrichtung einer Flugverbotszone über dem Süd-Irak durch die USA, Großbritannien und Frankreich zum Schutz der schiitischen Minderheit. Seit 1991 werden auch die Kurden im Norden geschützt.

27. Juni 1993: US-Kriegsschiffe feuern 23 Marschflugkörper auf das Hauptquartier des irakischen Geheimdienstes. Begründet wird dies mit einem angeblich vom Irak geplanten Attentat auf den ehemaligen US-Präsident George Bush in Kuwait.

Oktober 1994: Saddam Hussein lässt Soldaten Richtung Kuwait marschieren und fordert die Aufhebung aller 1990 von der UN verhängten Wirtschaftssanktionen. Unter internationalem Druck ziehen die Truppen wieder ab.

10. November 1994: Der Irak erkennt Kuwait in seinen derzeitigen Grenzen an.

1. Juli 1995: Irak gibt zum ersten Mal den Besitz von biologischen Waffen zu.

Schwieriger Job: UN-Inspektoren auf dem Weg zu einem Chemiewerk im Irak
25. November 1996: Der Irak stimmt der UN-Resolution 986 "Öl gegen Nahrungsmittel" vom April 1995 zu. Zur Einfuhr dringend benötigter Lebensmittel und Medikamente darf er Erdöl exportieren.

23. Februar 1998: Unter dem Druck eines drohenden Militärschlags unterzeichnet der Irak in letzter Minute eine Vereinbarung mit der UN, die die Kontrolle der Präsidentenpaläste Saddams erlaubt.

9. August 1998: Die Uno-Waffeninspektoren unterbrechen ihre Arbeit, nachdem Irak die Kooperation mit der Uno beendet hat.

31. Oktober 1998: Der Irak erklärt seine Zusammenarbeit mit der UNSCOM für beendet.

16. Dezember 1998: Die Uno-Inspektoren verlassen Bagdad.

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