Dienstag, 19. März 2019

BMW X5 Ausgebremstes Image

Erneut muss der Münchener Autobauer seinen Offroader in die Werkstätten bestellen. Diesmal sind es Probleme mit den Bremsschläuchen.

München - BMW Börsen-Chart zeigen muss zum zweiten Mal in einem Jahr die jüngeren Modelle des Geländewagens X5 in die Werkstätten bestellen. Der weltweite Rückruf wird den Konzern bis zu fünf Millionen Euro kosten.

Aufgescheuerte Schläuche: BMW X5
Weltweit sollen 164.000 Wagen vom Typ X5 zurück in die Werkstätten, in Deutschland sind 19.900 Wagen betroffen. Der Rückruf umfasse alle Fahrzeuge, die zwischen August 1999 und April 2002 gebaut worden seien, sagte ein Konzernsprecher am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der "Automobilwoche".

Ursache seien Probleme bei der Fixierung des Bremsschlauchs an der Vorderachse, so der Sprecher. Unter ungünstigen Umständen könne sich der Schlauch lösen und in engen Kurven an der Radaufhängung scheuern. Dies könne den Bremsschlauch beschädigen, so dass Bremsflüssigkeit austrete - und dann würde der vordere Bremskreis ausfallen. Das Risiko sei aber sehr gering, versuchte der Sprecher zu beruhigen: "Die Wahrscheinlichkeit liegt unter einem Promille".

Der Rückruf ist für BMW der erste im laufenden Jahr. Im Sommer 2002 allerdings waren bereits 56.000 X5-Modelle in die Werkstätten zurückgeholt worden, weil sich das Bremspedal zu lockern und im Extremfall komplett zu lösen drohte. "Imageprobleme erwarten wir eigentlich nicht", sagte der Sprecher mit Blick auf die Häufung der Rückrufe.

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