Donnerstag, 28. Juli 2016

Rolf-E. Breuer "Die Grenze ist der Markt"

Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank ist gegen eine Obergrenze für Managergehälter. Beim Thema Shareholder-Value fordert er aber ein Umdenken.

Rolf-E. Breuer, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen, hat sich in der Debatte um die Gehälter von Topmanagern zu Wort gemeldet. Die Diskussion in Deutschland über vermeintliche Exzesse bei der Vergütung sei "bizarr und vorurteilsgeladen", kritisierte Breuer im Interview mit manager magazin (Erscheinungstermin: 25. Oktober 2002).

Rolf-Ernst Breuer: "Wir beklagen die Perversion einer guten Idee"
Entschieden wandte sich der frühere Vorstandssprecher des größten deutschen Geldhauses gegen die Einführung von Obergrenzen für Managerbezüge. Eine solche Deckelung sei stets willkürlich: "Die Grenze ist der Markt." Dass dabei in der Regel Manager über die Gehälter von Managern befänden, bezeichnete Breuer als "immerhin besser, als wenn Staatsanwälte das übernehmen".

Im mm-Interview sprach Breuer sich aber für ein Umdenken beim Thema Shareholder-Value aus. "Was wir beklagen, ist die Perversion einer guten Idee", so der Chefkontrolleur der Deutschen Bank. Es könne nicht sein, dass ein Management von Quartal zu Quartal im Interesse seiner eigenen Optionsprogramme dafür sorgt, dass Kurssteigerungen produziert würden. Diese Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre müssten korrigiert werden.

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