Dienstag, 19. März 2019

Babcock Borsig "Völlig anderes Bild von Lederer"

Laut Ex-Chef Klaus Lederer wusste die Bundesregierung vom HDW-Verkauf an die Amerikaner.

Hamburg - Der Ex-Chef des insolventen Konzerns Babcock Borsig Börsen-Chart zeigen, Klaus Lederer, weist in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL Vorwürfe zurück, der Verkauf des U-Boot-Bauers HDW an einen amerikanischen Rüstungskonzern sei ohne Wissen der Bundesregierung erfolgt.

Klaus Lederer: "Berlin und Kiel waren informiert"
"Alles war mit der Politik abgestimmt", wehrt sich Lederer. "Der Bundeskanzler war informiert, das Wirtschafts- und Verteidigungsministerium und die Landesregierung in Kiel."

Gleichzeitig räumte Lederer ein, dass er nach dem Verkauf von HDW Babcock nicht hätte verlassen dürfen. "Das war mein Fehler." Den Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf wegen Untreue und Insolvenzverschleppung sieht Lederer dagegen gelassen entgegen, er werde um seine Reputation kämpfen: "In ein, zwei Jahren wird man ein völlig anderes Bild von Lederer haben."

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