Freitag, 16. November 2018

Bayer 1,66 Milliarden für den Schuldenabbau

Der Leverkusener Konzern schließt den Verkauf des Duft- und Aromenherstellers Haarmann & Reimer ab.

Leverkusen - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer Börsen-Chart zeigen hat den Verkauf seiner nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Tochter Haarmann & Reimer (H & R) für 1,66 Milliarden Euro an die Investorengruppe EQT Northern Europe Private Equity Fonds abgeschlossen.

Mit dem Erlös aus der Veräußerung des Holzmindener Duft- und Aromenherstellers würden Schulden abgebaut, teilte Bayer am Dienstag mit. "Die ebenfalls angekündigten weiteren Desinvestitionen Rhein Chemie, Polymer Latex und Haushaltsinsektizide sollen zügig realisiert werden", hieß es in der Mitteilung.

Bayer hatte bereits im Juli bekannt gegeben, H & R für den genannten Betrag an die Investorengruppe abgeben zu wollen Duftes Geschäft. In den vergangenen Monaten verkaufte Bayer nach eigenen Angaben bereits den Wohnungsbestand, die Agfa-Beteiligung sowie das Geschäft mit Nachahmer-Präparaten (Generika) in Frankreich und Spanien.

Weg für Fusion von Duftherstellern frei

H & R hat nach Genehmigung durch die Kartellbehörden bereits mit dem ebenfalls in Holzminden ansässigen Wettbewerber Dragoco fusioniert. Die neue Gesellschaft rückt nach Firmenangaben vom Dienstag unter der Führung des Northern Europe Private Equity Fonds (EQT) in die Spitzengruppe der Duft- und Aromenbranche auf. Beide Unternehmen beschäftigen weltweit zusammen 5800 Mitarbeiter an 30 Standorten.

H & R sowie Dragoco werden zu einer Gesellschaft mit neuem, noch nicht festgelegtem Namen verschmolzen. Der Hauptsitz bleibt Holzminden. Nach der Fusion wird das neue Unternehmen nach EQT-Angaben einen Anteil von 8 Prozent an dem auf zirka 15 Milliarden Euro geschätzten Marktvolumen dieser Branche haben.

Mit der Fusion habe die zwischen EQT und der Bayer AG im Juli geschlossene Vereinbarung zum Erwerb des weltweit fünftgrößten Duft- und Geschmacksstoffherstellers H & R Rechtswirksamkeit. Zugleich gehen sämtliche Anteile am Wettbewerber Dragoco in die neue fusionierte Gruppe über. Nach Angaben der Unternehmensleitung hat EQT in diesem Prozess als "Katalysator" agiert, der die Wachstumsstrategie eines neuen global Players fördere.

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