Sonntag, 18. November 2018

Hochwasserschäden Kein Geld bei Fahrlässigkeit

Tausende von Autos sind der Jahrhundertflut in Deutschland zum Opfer gefallen. Wichtigste Frage für die Betroffenen: Wann zahlt die Versicherung?

Hamburg/Berlin - Während in vielen an der Elbe gelegenen Orten noch immer das Hochwasser Hab und Gut bedroht, beginnen in anderen Städten und Gemeinden bereits die Aufräumarbeiten.

Wo das Wasser zurückgeht, wird erst jetzt das Ausmaß der Zerstörung deutlich. Vielerorts sind in großem Umfang auch Schäden an Pkw und anderen Kraftfahrzeugen entstanden.

"In normalen Jahren haben wir in Deutschland so zwischen 1000 und 2000 abgesoffene Autos. Durch die Jahrhundertflut könnte in diesem Jahr die Rekordmarke von 1994 aber übertroffen werden", sagte Klaus Brandenstein vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gegenüber manager-magazin.de am Donnerstag. Bedingt durch das schwere Rhein-Hochwasser waren damals rund 7500 Pkw den Fluten zum Opfer gefallen.

Trotz der auch in Jahren ohne Katastrophenflut erstaunlich hohen Zahl betroffener Fahrzeuge spielen die Hochwasserschäden bei der Kfz-Versicherung nur eine untergeordnete Rolle.

"Jährlich zahlen wir im Kasko-Bereich 12,5 Milliarden Euro an die Versicherten aus, davon dürften selbst in diesem Jahr nur rund 100 Millionen Euro auf die Wasserschäden entfallen", relativiert Brandenstein die Auswirkung auf die Versicherungen. Diebstahl sowie Wild- und Glasschäden würden den Löwenanteil in Anspruch nehmen.

Da dies für die Betroffenen wenn überhaupt nur ein schwacher Trost sein kann, bietet der GDV unter der Internetadresse www.versicherung-und-verkehr.de alle wichtigen Informationen für Ratsuchende an.

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