Donnerstag, 21. März 2019

HypoVereinsbank Sparen, sparen, sparen

Alles steht auf dem Prüfstand - Bankchef Albrecht Schmidt verhängt eine Haushaltssperre, will aber gleichzeitig seine Immobilienbank komplett übernehmen.

Albrecht Schmidt: Im nächsten Jahr will er von der Konzernspitze abtreten

München - Nach dem Sturz in die operative Verlustzone will die HypoVereinsbank Börsen-Chart zeigen an allen Ecken und Enden Kosten sparen. Der Konzern schleppe nach wie vor Fettpolster mit sich herum, schrieb HypoVereinsbank-Chef Albrecht Schmidt in einem Brief an die leitenden Angestellten, der der Nachrichtenagentur DPA vorliegt.

Daher habe der Vorstand beschlossen, intern noch massiver auf die Kostenbremse zu treten. Das Programm sieht unter anderem eine Haushaltssperre und den möglichen Verkauf oder die Schließung von Verlustbringern vor. Damit wurde ein Bericht des "Münchner Merkur" bestätigt.

Immobilienbank soll komplett übernommen werden

Unterdessen teilten die Münchener mit, dass sie den Minderheitsaktionären ihrer Immobilien-Großbank HVB Real Estate ein Übernahmeangebot machen. Je Stammaktie werden 21 Euro geboten. Verglichen mit dem Schlusskurs vom Vortag bedeutet das einen Aufschlag von etwa 50 Prozent. Auf diesem Weg will die HypoVereinsbank ihre Beteiligung von gut 80 auf 100 Prozent ausbauen.

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