Dienstag, 11. Dezember 2018

DaimlerChrysler Kurs auf Amerika

2. Teil: Warum der Smart in Japan ohne Parkplatz-Pflicht auskommt

Von Januar bis Juni verkauften sich die Coupés und Cabrios des Winzlings aus dem Hause DaimlerChrysler 62.450-mal - ein Plus von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die größten Märkte blieben Deutschland (21.000 Autos) und Italien (17.700). Die höchsten Zuwachsraten wurden in Großbritannien und in Japan erzielt, wohin 4415 (2911) beziehungsweise 3279 (2431) Kleinwagen – seit Herbst 2001 als Rechtslenker-Varianten - geliefert wurden, teilte die Micro Compact Car (MCC) Smart GmbH mit.

 Luxus-Variante: Smart Brabus
Luxus-Variante: Smart Brabus
In Japan entfällt für Smart-Besitzer die in den Städten übliche Nachweispflicht für einen Parkplatz. Als einziges Importmodell bekam Smart den so genannten K-Bonus für Leichtfahrzeuge, nachdem das ohnehin schon kleine Auto in der Breite um 45 Millimeter auf 1,47 Meter verschmälert wurde.

Die Wirtschaftskrise und die damit verbundenen schmaleren Budgets in den Privathaushalten sind laut Smart-Sprecher Kogel nicht ausschlaggebend für den Absatzschub. Die Käufer verfügten über ein Haushaltsnettoeinkommen von durchschnittlich etwa 3000 Euro und nutzten den Smart hauptsächlich als Zweit- oder Drittwagen.

Allerdings würden 93 Prozent aller Käufer, die mit dem Smart ein vorhandenes Auto ersetzten, upgraden – auffällig sei, dass viele Kunden vom VW Golf auf den Smart umstiegen. Zwei Drittel der Smart-Nutzer seien männlich, während in der Kleinstwagenklasse in Europa insgesamt das Verhältnis umgekehrt aussehe: zwei Drittel Frauen, ein Drittel Männer.


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