Freitag, 26. August 2016

Deutsche Bank Kommt die Fusion mit Lloyds TSB jetzt doch?

Deutsche-Bank-Primus Rolf-E. Breuer will nun erneut versuchen, sein Haus mit der britischen Bank zu fusionieren.

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Hamburg - Die Deutsche Bank und das britische Kreditinstitut Lloyds TSB haben ihre im vergangenen Jahr abgebrochenen Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss wieder aufgenommen. Das berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 22. März 2002).

Beide Verhandlungspartner stehen unter Handlungsdruck. Lloyds TSB kann auf dem Heimatmarkt kaum noch wachsen und sucht deshalb verstärkt Partner auf dem europäischen Kontinent. Bei der Deutschen Bank wächst die Sorge, wegen ihres zu niedrigen Börsenwerts international den Anschluss zu verlieren.

Die Deutsche Bank und Lloyds TSB hatten bereits im vergangenen Jahr sämtliche Möglichkeiten einer Fusion intern diskutiert. Letztlich war das spektakuläre Vorhaben allerdings an der Standortfrage gescheitert. Die "Traditionalisten" im Vorstand der Deutschen Bank hatten sich vehement gegen eine Verlagerung des Headquarters in die britische Finanzmetropole London gewehrt.

Der kommende Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann allerdings, der Breuer mit der Hauptversammlung im Mai an der Spitze ablösen wird, gilt als ein ausgebuffter Investmentbanker und "Globalist". Seine wichtigsten Mitarbeiter sitzen bereits in London.

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