Donnerstag, 29. September 2016

Deutsche Bank Frankfurter Chaostage

Nachdem die Quartalszahlen bereits zwei Tage zuvor durchgesickert waren, machten gestern Spekulationen über einen zusätzlichen Stellenabbau die Runde. Heute zog Rolf-E. Breuer auch in diesem Fall mit der offiziellen Version nach. Allerdings werden "nur" 4500 weitere Stellen gestrichen.

Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen streicht wie erwartet über die bereits beschlossenen Kürzungen hinaus weitere Stellen. In den Bereichen Private Clients und Asset Management würden 3300 Arbeitsplätze wegfallen, teilte der deutsche Branchenführer am Donnerstag mit. Weitere 1200 Stellen würden im Bereich DB Services gestrichen.

Bisher hatte die Deutsche Bank den Wegfall von 2600 Stellen angekündigt. Damit streicht die Bank innerhalb der kommenden zwei Jahre rund 7100 Stellen. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll aber verzichtet werden.

Die Kosten für Personal sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 9,926 Milliarden Euro nach 9,798 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum gestiegen. Nach Angaben der Bank sanken die Kosten für Verwaltungsaufwand vom zweiten auf das dritte Quartal um acht Prozent.

Mit einem Ausblick auf das vierte Quartal hielt sich das Geldhaus zurück. "Angesichts des angespannten gesamtwirtschaftlichen Umfelds und der politisch labilen Weltlage ist es besonders schwierig, einen Ausblick auf die verbleibenden Monate des laufenden Geschäftsjahres zu geben", sagte Vorstandssprecher Rolf-E. Breuer laut Pressemitteilung. Er sei aber zuversichtlich, dass die "restlichen Monate des Jahres 2001 vergleichsweise gut zu bewältigen" sein werden.

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