Mittwoch, 19. Dezember 2018

Swissair Es geht um die Ehre

Die Schweiz leistet sich auch weiterhin eine nationale Fluggesellschaft.

Bern - Nach wochenlangem Ringen haben Schweizer Regierung und Wirtschaft am Montag den Weg für die weitere Existenz einer nationalen Fluggesellschaft aus Crossair und Teilen der Swissair geebnet. Nachdem sich Großbanken und die übrige Wirtschaft mit einer klaren Mehrheit an der neuen Airline beteiligen, genehmigte die Finanzdelegation der beiden Räte zwei Kreditbeschlüsse, wie Bundespräsident Moritz Leuenberger am Montagabend bekannt gab.

Es handelt sich dabei zum einen um die Überbrückungsfinanzierung des reduzierten Langstreckenprogramms der Swissair im Winterflugplan 2001/2002 mit einem Ergänzungsdarlehen von maximal einer Milliarde Franken (680.000 Euro/1,3 Milliarden Mark), zum anderen um die subsidiäre Beteiligung an der Erhöhung des Aktienkapitals mit 600 Millionen Franken (22 Prozent).

Wie Finanzminister Kaspar Villiger darlegte, beträgt der gesamte Finanzierungsbedarf im Hinblick auf die Schaffung der neuen Fluggesellschaft 4,24 Milliarden Franken. Zwei Drittel davon würden von der Privatwirtschaft finanziert, ein Drittel von der öffentlichen Hand. Der Entscheid basiert auf der Arbeitsformel "26/26", bei dem zusätzlich zu 82 Crossair-Flugzeugen die Integration von je 26 Kurz- und Langstreckenflugzeugen der Swissair vorgesehen ist. Anpassungen am Modell bleiben vorbehalten.

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