Samstag, 10. Dezember 2016

Der Fahrholz-Brief "Die Dresdner Bank bleibt erhalten"

"Lassen Sie sich nicht beirren" - mit derartigen Platituden versucht Dresdner-Bank-Chef Bernd Fahrholz per E-Mail die Sorgen seiner Mitarbeiter zu zerstreuen. Doch viele Angestellte bangen um ihre Jobs.

Frankfurt/Main - Diese E-Mail erhielten die Beschäftigten der Dresdner Bank am heutigen Donnerstag-Nachmittag (29. März 2001) von ihrem Chef:

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

ich möchte Sie nun direkt darüber informieren, dass wir mit der Allianz strategische Gespräche über die Schaffung eines führenden integrierten Finanzdienstleisters für Versicherungs-, Vermögens- und Bankprodukte führen. Die Gespräche sind in einem fortgeschrittenen Stadium, aber noch nicht abgeschlossen.

  Blühende Landschaften versprochen:  Bernd Fahrholz
DPA
Blühende Landschaften versprochen: Bernd Fahrholz
Seien Sie versichert, dass wir in den Gesprächen die Interessen der Dresdner Bank, ihrer Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre wahren: Die Dresdner Bank bleibt erhalten. Wir werden mit dem avisierten Verbund nicht nur unseren Kunden ein größeres und besseres Produktangebot machen können, sondern auch unsere Position im Markt weiter verbessern und somit Ihnen sichere, attraktive Arbeitsplätze bieten.

Lassen Sie sich nicht dadurch beirren, dass wir im vergangenen Jahr mit unseren Fusionsplänen nicht vorangekommen sind. Wir sind dank unserer neuen strategischen Ausrichtung und nicht zuletzt dank Ihres beständigen Einsatzes für die Dresdner Bank gestärkt aus den Turbulenzen hervorgegangen und können deshalb auch selbstbewusst die Gespräche mit der Allianz führen.

Wir werden Sie und die Öffentlichkeit unverzüglich und umfassend informieren, sobald die Weichen für den neuen integrierten Finanzdienstleister gestellt sind. Verständlicherweise kann ich Ihnen aber zum jetzigen Zeitpunkt noch keine genaueren Angaben machen.

Ihr Bernd Fahrholz

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