Mittwoch, 19. Dezember 2018

Deutscher Paketdienst German Parcel kann einpacken

Die französische Staatspost ist zukünftig Herr im Haus, und Klaus Zumwinkel hat das Nachsehen.

Frankfurt am Main - Die La-Poste-Gruppe will ihren Anteil am Deutschen Paketdienst (DPD) von 50,64 auf rund 85 Prozent erhöhen. Das teilte eine Tochtergesellschaft der französischen Staatspost in Frankfurt mit. Danach haben sechs Speditionen bereits Vorverträge über den Verkauf ihrer DPD-Anteile von zusammen rund 34 Prozent unterzeichnet.

La Poste erringe damit die unternehmerische Führung beim Deutschen Paketdienst, für die laut Satzung eine 75,1 Prozent-Mehrheit erforderlich sei, und könnte damit ihre strategische Position gegenüber der Deutschen Post verbessern.

Mit Milliardeninvestitionen hat sich Postchef Klaus Zumwinkel in den vergangenen Jahren an die Spitze des europäischen Marktes für Kurier-, Express- und Paketdienstleistungen gekauft.

Der Kaufpreis beträgt nach Informationen der Tageszeitung "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe) rund 420 Millionen Euro. DPD-Chef Peter Hoffmann wollte die Summe jedoch nicht kommentieren. Als Konsequenz dieser Transaktion gilt nun in Branchenkreisen als fraglich, ob der Konkurrent German Parcel (GP) an seiner 10 Prozent-Beteiligung am DPD festhält.

Nach dem Überschreiten der Dreiviertelmehrheit hat La Poste nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagausgabe) künftig die Möglichkeit, German Parcel von den Gesellschafterversammlungen auszuschließen.

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