Dienstag, 30. August 2016

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Neue Dating-App Die Crowd soll nicht nur finanzieren, sondern auch entwickeln

Alle sollen mitmachen: Die Entwickler der Crowd-App wollen das Geld und die Ideen der Crowd - und überlassen ihr im Gegenzug die Entscheidung, wie spätere Gewinne verteilt werden

Klassisches Crowdfunding funktioniert so, dass Unternehmer oder Gründer bei der Netzgemeinde Geld einsammeln, um damit ihre Idee umzusetzen und im Erfolgsfall das Geld samt Rendite zurückzahlen. Die Initiatoren einer neuen Dating-App gehen noch weiter: Sie wollen auch bei der Entwicklung von "Your Dating APP" die Crowd einbeziehen und diese entscheiden lassen, mit welchen Funktionen die App konkret umgesetzt werden soll. "Es ist ein Produkt, das aus der Crowd heraus entstehen soll. "Damit die Crowd uns vertraut, schenken wir der Crowd Vertrauen und überlassen den Usern auch die Gewinnverteilung an meine Mannschaft und mich", sagt Unternehmensgründer Christian Fischer, Geschäftsführer von Gonzales & Fischer´s Crowd-Apps. "Wir setzen auf die Schwarmintelligenz der Nutzer, um entsprechend demokratische und innovative Produkte zu entwickeln."

Das Projekt "Your Dating APP" sagt zudem dem Ausspähen von privaten Daten sowie gefakten Profilen den Kampf an. Die App soll weitestgehend ohne Werbung auskommen, alle Funktionen sollen kostenfrei bleiben. Finanzieren will sich die Dating-App über "innovative Promotionskonzepte", wie es heißt - wie die konkret aussehen sollen, ist noch offen. Konkret ist aber schon der Beteiligungsansatz bei der Entwicklung der App: Damit die Crowd sich beteiligen kann, finden regelmäßige Webmeetings mit bis zu 100 Teilnehmern statt, an denen sich Interessierte beteiligen und einbringen können.

Verbannungsknopf auf jedem Profil

Auf der Crowdfunding-Plattform Startnext.de wollen die Macher bis Anfang Februar über die Internet-Gemeinschaft 5000 Euro Startkapital einsammeln. Im Juli 2016 will man dann gemeinsam mit der Internet-Community eine Dating App auf den Markt bringen.

Die App soll später entsprechend der Dating-Wünsche der Nutzer anpassbar sein. So kann der User bei "Your Dating App" Funktionen ein- und abschalten, um beispielsweise anonym mit Bildern wie bei dem Mitbewerber Tinder zu flirten. Der Nutzer kann aber auch über klassische Suchfunktionen nutzen. Außerdem sollen auch neuartige Matching-Funktionen angeboten werden, die aus der Internet-Gemeinschaft heraus kommen. "Beispielsweise denken wir an Fan-Matching und überlegen automatisch moderierte Flirt-Chats oder einen Verbannungsknopf auf jedem Profil. Wer dreimal von unterschiedlichen Usern verbannt wird, soll laut der Macher für vier Wochen für die App gesperrt werden. "Letztlich entscheidet die Crowd darüber, ob wir so ein Instrument einsetzen und wie gedatet werden soll", erklärt Fischer.

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