Freitag, 26. August 2016

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Industrie 4.0 Jedes zweite Unternehmen hat Digitalisierung nicht auf der Agenda 

Industrie 4.0: Die Vernetzung von Maschinen wird die Arbeitsprozesse umwälzen - doch viele Unternehmen schieben das Thema vor sich her

56 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland wissen kaum, was sich hinter den Bezeichnungen Digitalisierung und "Industrie 4.0" versteckt. Auch in den Chefetagen der Unternehmen herrscht auf diesem Feld noch viel Unsicherheit. Das sind Ergebnisse einer Studie der Personalberatung Rochus Mummert, für die Führungskräfte aus dem Bereich Human Resources (HR) sowie 1.000 Arbeitnehmer befragt wurden.

Nicht nur für viele Arbeitnehmer sind die anstehenden Umbrüche in der Arbeitswelt bisher weitgehend unbekanntes Terrain. "Auch die Antworten der befragten Führungskräfte zeigen, dass derzeit nur jedes zweite Unternehmen die Digitalisierung wirklich auf der Agenda hat", sagt Hans Schlipat, Managing Partner der Rochus Mummert-Gruppe. Entsprechend wenig werde das Thema Digitalisierung in Deutschlands Unternehmen auch gegenüber den Mitarbeitern kommuniziert.

Jedes dritte Unternehmen will Wertschöpfungsprozess neu denken

Selbst Firmen, die sich bereits auf der Reise in die digitale Zukunft befinden, haben offenbar noch Nachholbedarf. So sagen nur 14 Prozent der befragten Arbeitnehmer, dass ihr Arbeitgeber schon damit begonnen hat, Digitalisierungs- beziehungsweise Industrie 4.0-Projekte zumindest teilweise umzusetzen. Dabei genießt bei immerhin knapp einem Drittel der Unternehmen der Aufbau eines intelligenten Wertschöpfungsprozess in der Geschäftsleitung bereits oberste Priorität.

Die Annahme, die Veränderungen in der Arbeitswelt wären nur für ältere Mitarbeiter ein Problem und würden sich damit in ein paar Jahren von selbst erledigen, könnte sich als gefährlicher Irrtum herausstellen. Wie die Studie belegt, ist der Wissensstand zum Thema Digitalisierung nahezu unabhängig vom Alter. "Drei Viertel der von uns befragten Unternehmen sehen in der Digitalisierung Chancen für ihr Unternehmen", so Schlipat. "Wer allerdings glaubt, beim Personal auf Zeit spielen zu können, läuft Gefahr, diese Chancen zu verpassen."

Report: Ist die deutsche Industrie auch digital unkaputtbar?

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