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07. März 2008, 11:10 Uhr

Steueraffäre

Milliarden auf der Spur?

Deutschlands Steuerbehörden wurden offenbar Daten tausender weiterer Steuerflüchtlinge angedient. Die Informationen könnten Konten enttarnen, auf denen angeblich mehr als vier Milliarden Euro versteckt worden seien - und die bisherigen Ermittlungen in der Liechtenstein-Affäre in den Schatten stellen.

Berlin - Der Bundesregierung ist eine DVD mit Daten mutmaßlicher Steuerflüchtlinge angeboten worden. Das hat das Bundesfinanzministerium bestätigt. "Es ist richtig, dass man mit weiteren Steuerdaten an das Bundesfinanzministerium herangetreten ist", sagte eine Sprecherin.

Nedue Informationen: Bundesfinanzministerium hat Kontodaten weiterer möglicher Steuerflüchtlinge angeboten bekommen
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Bundesministerium der Finanzen

Nedue Informationen: Bundesfinanzministerium hat Kontodaten weiterer möglicher Steuerflüchtlinge angeboten bekommen

Nach Angaben des ARD-Magazins "Panorama" sollen auf der DVD Daten über Konten mit Einlagen von mehr als vier Milliarden Euro gespeichert sein. Dabei soll es sich um Informationen über mehr als 2000 Bankkunden handeln.

Das Ministerium habe unverzüglich an die zuständigen Steuerfahnder und Behörden verwiesen. Es sei zu keinen Verhandlungen gekommen. Das Ministerium habe somit keinerlei Kenntnis über die möglichen Daten.

In einer Zwischenbilanz 91 erklärte die federführende Bochumer Staatsanwaltschaft zuletzt, 91 Verdächtige hätten bereits gestanden und Abschlagzahlungen in Höhe von bisher 27,8 Millionen Euro geleistet. Weitere Zahlungen in ähnlicher Höhe seien angekündigt. Die Summe erhöhe sich täglich. Außerdem seien 72 Selbstanzeigen bei verschiedenen Finanzämtern eingegangen, die ebenfalls "nicht unerhebliche Summen" an Nachzahlungen brächten. Untersucht werde, ob diese Anzeigen noch rechtzeitig eingingen, um strafbefreiend zu wirken.

Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte am 14. Februar mit ihren Razzien begonnen. Damals durchsuchten die Fahnder auch das Haus des damaligen Post-Chefs Klaus Zumwinkel, der kurz darauf seinen Hut nahm.

Die Ermittler haben die meist sehr wohlhabenden Beschuldigten im Verdacht, über Liechtensteiner Stiftungen Gelder am Fiskus vorbeigeschleust und so Steuern hinterzogen zu haben.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx


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