London - Der britische Rüstungskonzern BAE System stellt sich nach dem Scheitern der Fusion mit EADS auf ein schwieriges Jahr ein. Vor allem das Wachstum in Großbritannien und in den USA werde sehr begrenzt bleiben, kündigte BAE Systems an. Hintergrund sind die Sparbemühungen der Regierungen in London und Washington. In den USA drohen der Rüstungsfirma drastisch weniger Aufträge, sollte es zu den drohenden automatischen Kürzungen im Haushalt kommen.
Der operative Gewinn werde 2013 nur moderat ansteigen, erklärte das Management. Im abgelaufenen Jahr sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 6 Prozent auf 1,9 Milliarden Pfund. Der Umsatz verringerte sich um 7 Prozent auf 17,83 Milliarden Pfund. Ein Milliarden-Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien konnte der Marktführer in Europa wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen im vergangenen Jahr nicht unter Dach und Fach bringen.
Ein Deal namens "Frieden"
Von dem Deal ist auch ein Aktienrückkaufprogramm im Gesamtvolumen von bis zu einer Milliarde Pfund abhängig, das BAE
nach eigener Auskunft bereits begonnen hat. Damit sollen die Aktionäre besänftigt werden, nachdem das Zusammengehen mit EADS am Widerstand der beteiligten Regierungen im Herbst gescheitert war.
Die Einnahmen aus dem immens wichtigen Saudi-Geschäft will BAE nach früheren Angaben für den Aktienrückkauf verwenden. Der Auftrag über 72 Eurofighter hat ein Volumen von 4,5 Milliarden Pfund und ist unter dem Namen "Salam" (arabisch: Frieden) bekannt. Trotz des Gewinnrückgangs will BAE die Dividende erhöhen. Anleger zeigten sich erfreut: BAE-Aktien legten in London im frühen Geschäft um 4,7 Prozent zu.
mahi/rtr
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