07.11.2012
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Defizitärer TV-Hersteller

Loewe-Chef Seidl wechselt zu Media-Saturn

Oliver Seidl: Vom Loewe-Chef zum Media-Saturn-Finanzvorstand

Oliver Seidl: Vom Loewe-Chef zum Media-Saturn-Finanzvorstand

Loewe-Chef Oliver Seidl muss gehen. Nachdem der Vorstandsvorsitzende bereits Anfang Oktober die Jahresprognosen kassierte, hat sich das Unternehmen nun von Seidl getrennt. Der Manager hat allerdings schon wieder einen neuen Job gefunden - bei Media-Saturn.

Kronach - Der angeschlagene Fernsehhersteller Loewe wechselt nach einem weiteren Quartal in den roten Zahlen den Chef aus. Der Vorstandsvorsitzende Oliver Seidl habe seinen Posten niedergelegt, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden, teilte der Konzern mit. Nachfolger wird Matthias Harsch, der bisher Geschäftsführer beim Waagenhersteller Bizerba ist.

Das traditionsreiche Unternehmen hatte aufgrund der schlechten Geschäftslage bereits Anfang Oktober seine Jahresprognosen kassiert. Unter dem Strich verbuchte Loewe Chart zeigen zwischen Juli und September ein Minus von 7,7 Millionen Euro. Vor einem Jahr lag der Verlust noch bei knapp vier Millionen Euro. Der Umsatz brach im dritten Quartal um 30 Prozent auf gut 47 Millionen Euro ein.

Dabei hatte es noch im ersten Halbjahr besser für das Unternehmen ausgesehen. Doch von der Zuversicht ist nicht viel geblieben. Die Schuld sieht Loewe auch bei der Euro-Krise, die in ganz Europa Käufer verunsichere. Vor allem im Ausland hatte der Konzern seit längerem zu kämpfen, nun schrumpft das Geschäft auch in Deutschland.

Loewe macht aber auch der scharfe Preiskampf auf dem Markt für TV-Geräte zu schaffen, der von Branchenriesen wie Samsung Chart zeigen beherrscht wird. Die Oberfranken sehen sich selbst als Premiumanbieter, der vor allem teure und edle Geräte im Programm hat. Loewe beschäftigt rund 1000 Menschen. Größter Aktionär ist der japanische Sharp-Konzern Chart zeigen.

Seidl wird als Finanzchef zu Media-Saturn wechseln, wie ein Sprecher des Handelsriesen Metro Chart zeigen gleichzeitig mitteilte. Der Düsseldorfer Konzern hält rund 75 Prozent an der Europas größter Elektronikhandelskette. Media-Saturn stand seit April ohne Finanzvorstand da - damals hatte Rolf Hagemann "auf eigenen Wunsch" die Dachgesellschaft von Media Markt und Saturn verlassen.

mg/dpa/rtr

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