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10.09.2010
 

Hellenic Shipyards

Thyssen verkauft weitere Werft an Abu Dhabi

Schiff im Trockendock: ThyssenKrupp hat bereits einen Großteil der Hamburger Werft Blohm und Voss an die Abu Dhabi Mar Group verkauft und eine Partnerschaft vereinbart. Nun soll auch die griechische Werft HSY an den arabischen Investor verkauft werden
DDP

Schiff im Trockendock: ThyssenKrupp hat bereits einen Großteil der Hamburger Werft Blohm und Voss an die Abu Dhabi Mar Group verkauft und eine Partnerschaft vereinbart. Nun soll auch die griechische Werft HSY an den arabischen Investor verkauft werden

Die Zukunft der zum ThyssenKrupp-Konzern gehörenden griechischen Werft Hellenic Shipyards ist weitgehend entschieden. Die Wert wird aller Voraussicht nach an die Abu Dhabi Mar Group verkauft. Vor einem Jahr hatte ThyssenKrupp bereits weite Teile der Hamburger Werft Blohm und Voss an den arabischen Schiffbauer verkauft.

Athen - Die griechische Regierung habe zugestimmt, die Werft an den arabischen Schiffbauer Abu Dhabi Mar zu verkaufen, berichtete die Athener Zeitung "To Vima" am Freitag. Athen wolle rund 300 Millionen Euro Schulden an den ThyssenKrupp-Konzern zahlen, die seit 2006 ausstehen. Der Vertrag sei nach langen Verhandlungen "unter Dach" aber noch nicht "ganz unter Fach", erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des Athener Verteidigungsministeriums.

Der Verkauf und der entsprechende Vertrag muss noch von Experten der drei Seiten geprüft und vom griechischen Parlament gebilligt werden. Das solle bis zum Jahresende geschehen sein, berichtete die Zeitung.

Griechenland will ein bereits 2006 in Kiel fertiggestelltes U-Boot abnehmen. Drei weitere U-Boote, die sich in Griechenland im Bau befinden, sollen fertiggestellt werden. Zudem sollen zwei U-Boote einer neueren Baureihe bei HSY in Auftrag gegeben werden. Die Werft bei Skaramangas nahe Athen beschäftigt rund 1200 Arbeitnehmer.

Der Streit ging zunächst um den Bau von vier U-Booten im Wert von 2,85 Milliarden Euro. Die griechische Regierung hatte im Jahr 2000 im Voraus fast 80 Prozent des Betrags für den Bau der Boote des Typs 214 gezahlt. Später bemängelten sie die Qualität des Prototyps. Der U- Boot-Typ wurde in der ThyssenKrupp-Werft HDW in Kiel entwickelt, wo das erste Schiff "Papanikolis" wegen des Streits noch liegt.

la/dpa-afx

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