Tokio - Der japanische Volkswagen-Partner Suzuki will seine Vormachtstellung auf dem schnell wachsenden Markt in Indien ausbauen. Der Kleinwagenspezialist plane sein viertes Werk in Indien mit einer Jahresproduktion von 250.000 Autos, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Fabrik solle 2013 ihren Betrieb aufnehmen.
Das bereits bestehende Werk am Standort Manesar in Nordindien verließen im vergangenen Jahr 360.000 Fahrzeuge, was nur dank Sonderschichten möglich war - die Kapazität wird mit 300.000 Autos angegeben. Bis 2012 soll dort noch eine weitere Fertigungslinie in Betrieb gehen.
Suzuki
hat in Indien einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Die indische Tochter Maruti Suzuki, der größte Autobauer des Landes, hatte im August einen Rekordabsatz eingefahren. Mit der neuen Fabrik kommt Suzuki in Indien auf eine Produktion von 1,5 Millionen Fahrzeugen jährlich, was dem heutigen Gesamtabsatz des indischen Automarkts entspricht. Laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Nikkei" soll die Produktion bis 2013 auf 1,7 Millionen Autos steigen. Volkswagen
ist mit knapp 20 Prozent an Suzuki beteiligt.
Während Suzuki in Indien expandiert, läuft das Geschäft in der japanischen Heimat schlecht. Kürzlich sagte der Konzern ein Investitionsprojekt in Zentraljapan ab, das verschiedene Lieferanten an einen Ort bringen sollte. Konzernpräsident Osamu Suzuki beklagte sich wiederholt öffentlich über den Anstieg der Landeswährung Yen, der Exporte verteuert. Im August erreichte der Yen ein 15-Jahres-Hoch im Vergleich zum Dollar.
ak/reuters/ap
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