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01.09.2010
 

Erste Zahlenvorlage

Schaeffler arbeitet sich langsam vor

Schieflage: Schaeffler ist wegen der schwierigen Übernahme des Konkurrenten Conti noch immer in Schwierigkeiten
ddp

Schieflage: Schaeffler ist wegen der schwierigen Übernahme des Konkurrenten Conti noch immer in Schwierigkeiten

Der Autozulieferer Schaeffler kommt auf seinem Weg aus der Krise mühsam voran. Im zweiten Quartal schrieb das Unternehmen wieder schwarze Zahlen, doch die Übernahme des Konkurrenten Continental belastet die Franken weiter schwer.

München - Die Übernahme der Continental AG hat den fränkischen Autozulieferer Schaeffler auch im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich stand ein Verlust von 260 Millionen Euro, wie die Unternehmensgruppe aus Herzogenaurach am Mittwoch in München mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust noch 625 Millionen Euro betragen.

Von Januar bis Juni hätte Schaeffler den Zahlen zufolge eigentlich Gewinn geschrieben. Aber auf die Bilanz drückte ein Verwässerungsverlust von 396 Millionen Euro auf das Aktienpaket an Continental Chart zeigen. Der hoch verschuldete Großaktionär hatte nicht an der Kapitalerhöhung Anfang des Jahres teilnehmen können. Im zweiten Quartal habe Schaeffler jedoch ein Plus von 97 Millionen Euro verbucht, betonte der Konzern.

Man habe zudem in der ersten Jahreshälfte die Schuldenlast dank der anziehenden Konjunktur etwas mindern können, hieß es weiter. Ende Juni seien Verbindlichkeiten in Höhe von 5,9 Milliarden Euro bei den Banken angefallen, 200 Millionen Euro weniger als noch Ende 2009, teilte Schaeffler mit. Schaeffler legte nach der Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft erstmals Geschäftszahlen vor.

Im Gesamtjahr will das Unternehmen wieder mehr einnehmen. "Wir sind gut in das zweite Halbjahr gestartet und optimistisch, dass wir unsere selbst gesteckten Ziele übertreffen werden", erklärte der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Schaeffler Gruppe, Jürgen Geißinger.

So wolle man den Umsatz im Gesamtjahr um über ein Zehntel auf mehr als acht Milliarden Euro steigern. Vor der Krise im Jahr 2008 hatte der Familienkonzern 8,9 Milliarden Euro eingenommen, im vergangenen Jahr waren die Erlöse auf 7,3 Milliarden Euro eingebrochen.

Im Automobilgeschäft habe Schaeffler von der boomenden Nachfrage profitiert, vor allem aus dem Ausland. Man habe daher die Kurzarbeit bis auf einzelne Standorte auslaufen lassen und hole bereits wieder Leiharbeiter ins Haus, hieß es. Auch im Industriegeschäft, das von der Krise später getroffen wurde, hätten die Kunden in den vergangenen beiden Monaten wieder deutlich mehr bestellt.

nis/ddp/dpa-afx

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