Seoul - Für 3,37 Billionen Won (etwa 2,2 Milliarden Euro) übernehmen die Südkoreaner 68,15 Prozent an dem einheimischen Handels- und Ressourcenunternehmen Daewoo International. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichnete Posco am Montag mit der staatlichen koreanischen Vermögensverwaltungsgesellschaft (Kamco), die bisher mit 35,5 Prozent an Daewoo beteiligt war.
Die Transaktion soll nach Angaben von Kamco bis Ende September abgeschlossen sein. Weitere Anteilseigner trennen sich von zusammen 32,65 Prozent an der Handelsfirma.
In dem Bieterverfahren um Daewoo hatte Posco vor etwa drei Monaten das exklusive Verhandlungsrecht zugesprochen bekommen. Es ist das bisher größte Übernahmegeschäft für das Stahlunternehmen. Durch den Erwerb der Mehrheit bei Daewoo verschafft sich Posco den direkten Zugriff auf wichtige Erschließungsprojekte.
Daewoo International betreibt unter anderem ein Erdgasprojekt in Birma und hält Anteile an einer Nickelmine in Madagaskar. Außerdem ist das Unternehmen in Kohlebergwerken in Australien aktiv. Nach Angaben der World Steel Association nahm Posco 2009 hinter ArcelorMittal und der chinesischen Baosteel Group Platz drei unter den größten Stahlproduzenten ein.
Angebot für norwegischen Solarkonzern Elkem wird geprüft
Doch bei konventionellen Energielieferanten soll es nicht bleiben. Posco prüft außerdem den Kauf des norwegischen Solarkonzerns Elkem. "Wir erwägen intern eine Übernahme", sagte Posco-Geschäftsführer Chung Joon Yang. Elkem gehört dem Mischkonzern Orkla und stellt unter anderem Silizium für Sonnenkollektoren her.
Im vergangenen Jahr erzielte Elkem einen Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Dollar. Die Übernahme würde Posco die Gelegenheit bieten, in den Bereich Erneuerbare Energien vorzustoßen.
la/reuters
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