07.09.2010
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Unter der Lupe

Branchentrends für Start-ups

Von Ingo Leipner

Solarpark in Gebersdorf: Conergy sieht Wachstumspotential
Conergy

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3. Teil: Gaming

"Star Wars" in Deutschland

Die Gaming-Branche in Deutschland kam 2009 auf einen Umsatz von 1,53 Milliarden Euro. Damit ist sie der zweitwichtigste Markt für Unterhaltungssoftware in Europa. Rund 10.000 Menschen haben einen Arbeitsplatz in dieser Branche gefunden, die sich in großen Ballungsräumen konzentriert: Hamburg, Berlin, München und Rhein-Main-Gebiet.

Unter den Start-ups der Branche ragt ein Unternehmen hervor: die Bochumer Firma "Nevigo". Sie gewann 2009 den "LARA Start-up Award 2009", den die "NRW.BANK" gestiftet hat. Geschäftsführer Kai Rosenkranz konnte 5.000 Euro mit ins Ruhrgebiet nehmen. Seine zehn Spiel- und Filmexperten produzieren besondere Videospiele, die sich durch filmische Ästhetik auszeichnen. Der 29jährige sagt selbstbewusst: "Unsere Technologie könnte den nächsten Star Wars-Film als Computerspiel umsetzen".

Online-Games immer beliebter

Ein besonderer Trend in der Branche sind Online-Games: "Online-Gaming wird ein Wachstumsmarkt bleiben", erwartet Frédéric Cremer von der Firma "Owlient", die sich auf Online-Spiele spezialisiert hat. In einem Gespräch mit deutsche-startups.de nennt er wichtige Entwicklungen: Der heutige Spieler interessiert sich immer mehr für Kommunikation und interaktive Spielerfahrungen. Das zeigt sich deutlich an Computer-Rollenspielen im Internet, bei denen es auch um die Vernetzung in einer Online-Community geht.

Wer als Start-up ein erfolgreiches "Browsergame" auf den Markt bringen will, sollte es nicht nur als Spiel, sondern auch als Plattform für Kommunikation entwickeln. Hinzu kommt: Bei den Online-Spielen werden verstärkt Web 2.0-Applikationen erwartet, also Foren, Chats oder Blogs. Verknüpfungen mit sozialen Netzwerken wie "facebook" oder "MySpace" sind sinnvoll. Das belegt ebenfalls der "Social Gaming Monitor 2010" von "Newzoo BV", der gerade erschienen ist: 28,9 Millionen Deutsche haben einen Account in einem sozialen Netzwerk, von ihnen spielen 17 Millionen "Social-Games".

Cremer sieht aber noch einen weiteren Trend: Konzentrationsprozesse. Denn der Markt sei sehr zersplittert, einigen starken, großen Anbietern stehen viele kleine Firmen gegenüber. Daher wird es für Start-ups immer schwerer, sich am Markt zu etablieren. Der Grund: Die großen Unternehmen bauen ihre Position aus - und kleinere Start-ups können auf der Strecke bleiben.

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