Von Ingo Leipner
Besonders die Medizintechnik steigert in der Hightech-Branche ihre Umsätze. Auch im Cleantech-Bereich werden gute Geschäfte gemacht - und die Gaming-Branche setzt verstärkt auf Online-Spiele. Über diese Trends informiert das Gründerportal foerderland.de, das die Start-up-Szene in Deutschland im Auge hat.
Hightech
140 Milliarden Euro Umsatz
Die Ampel steht auf Grün: Start-ups in der Hightech-Branche können wieder mit guten Geschäften rechnen. Denn der Branchenverband BITKOM hat in einer aktuellen Untersuchung herausgefunden: 71 Prozent der Hightech-Firmen erwarten steigende Umsätze. "Wir rechnen für 2010 mit einem positiven Geschäftsverlauf, die Nachfrage wird weiter steigen", sagt BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer.
Softwarehäuser und IT-Dienstleister legen den größten Optimismus an den Tag, aber auch 62 Prozent der Anbieter von Kommunikationstechnik erwarten einen Aufschwung. Bereits für das zweite Quartal 2010 melden 69 Prozent aller Unternehmen steigende Zahlen. Der Branchenverband schätzt, dass deutsche Hightech-Unternehmen 2010 einen Umsatz von 140 Milliarden Euro machen.
Deutliches Plus in der Medizintechnik-Branche
Rosige Zeiten für die Hightech-Branche - zu ihr gehört auch die Medizintechnik-Branche, die zuversichtlich in die Zukunft blickt: Ihr Branchenverband "Spectaris" rechnet mit einem Umsatzwachstum von sechs Prozent im laufenden Jahr. Damit zeigt sich diese Branche deutlich stabiler, als es bei den meisten anderen Industriezweigen der Fall ist. 2009 betrug der Umsatz 18,8 Milliarden Euro - und 86.100 Mitarbeiter waren in diesem Wirtschaftszweig tätig.
Zu dieser Branche zählt auch das Start-up "Implandata Ophthalmic Products GmbH". Auf dieses Unternehmen ist der "High-Tech Gründerfonds" aufmerksam geworden: Er investierte mit weiteren Geldgebern 700.000 Euro in die Medizintechnik-Firma. Das Unternehmen hat ein neuartiges Verfahren entwickelt, um kontinuierlich den Augeninnendruck von Patienten mit "Grünem Star" (Glaukom) zu messen. So lässt sich die Krankheit früher erkennen - und der Patient kann vor dem Erblinden geschützt werden.
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