Wolfsburg - Europas größter Autobauer Volkswagen hat von Januar bis Juli über vier Millionen Autos verkauft und mit der Steigerung um 14 Prozent einen Sieben-Monats-Rekord erreicht. Im Juli blieb der Zuwachs bei den Auslieferungen mit 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat aber deutlich hinter den Steigerungsraten der Vormonate zurück. Das teilte VW am Freitag in Wolfsburg mit.
Vertriebsvorstand Christian Klingler sagte, VW sei nach einem sehr erfolgreichen ersten Halbjahr gut in die zweite Jahreshälfte gestartet. Volkswagen werde auch in den kommenden Monaten besser abschneiden als der Markt. "In einem wieder schwieriger werdenden Umfeld stellt dies aber eine Herausforderung dar." Für das zweite Halbjahr sei mit einem rückläufigen Weltautomobilmarkt zu rechnen.
Von seiner Kernmarke VW verkaufte der Konzern den Angaben zufolge im bisherigen Jahresverlauf 2,62 Millionen Autos, ein Zuwachs von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Während die Verkäufe in Deutschland nach dem Ende der staatlichen Umweltprämie in den ersten sieben Monaten um 19 Prozent zurückgingen, lieferte der Konzern in China 42 Prozent mehr Autos bei den Kunden ab. In Indien verdoppelten sich die Verkäufe derweil sogar. In den USA legte der Dax-Konzern um 27 Prozent zu.
2009 war Volkswagen einer großen Gewinner der Verschrottungsprämie und fuhr trotz der Wirtschaftsflaute einen neuen Verkaufsrekord ein. Mit 6,3 Millionen Neuwagen hatten die Wolfsburger den Vorjahreswert leicht übertroffen und kamen dem Ziel, Toyota bis 2018 an der Weltspitze zu überholen, ein Stück näher. Im laufenden Jahr will die weltweite Nummer drei hinter den Japanern und General Motors dank zahlreicher neuer Modelle erneut deutlich zulegen.
Allerdings rechnet Volkswagen im zweiten Halbjahr mit mehr Gegenwind, sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler. "Denn nach dem Auslaufen der Unterstützungsprogramme ist für das zweite Halbjahr mit einem rückläufigen Welt-Automobilmarkt zu rechnen. Die Spitzenwerte aus der Zeit vor der Wirtschafts- und Finanzkrise werden 2010 noch nicht wieder erreicht."
nis/dpa/ddp
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