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20.08.2010
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Gehälter

Die Krise im Portemonnaie

Von Anne Spies

Ebbe in der Geldbörse: Jede fünfte Führungskraft hat im Vorjahr Gehalt eingebüßt
Corbis

Ebbe in der Geldbörse: Jede fünfte Führungskraft hat im Vorjahr Gehalt eingebüßt

3. Teil: Prognose für die kommenden fünf Jahre

Gehaltsreport 2009: Erwartete Gehaltsentwicklung in den kommenden fünf Jahren nach Branche
Leitende Angestellte Kommende fünf Jahre, Erwartungen Durch-
schnitts-
gehalt in Euro
Stagnation, Verlust Steigerung um fünf oder zehn Prozent Steigerung um 20 Prozent oder mehr
Automobilindustrie 15% 50% 35% 90.000
Banken, Finanzen 15% 46% 39% 104.000
Bildung und Erziehung 23% 55% 22% 54.000
Chemische Industrie 11% 52% 36% 92.000
Consulting 12% 37% 51% 97.000
EDV 15% 47% 37% 84.000
Einzelhandel 18% 42% 40% 72.000
Energie, Versorger 9% 52% 39% 89.000
Gastronomie 20% 46% 34% 46.000
Gesundheits-, Veterinärwesen 18% 52% 30% 75.000
Großhandel 16% 50% 34% 75.000
Informationstechnologie 11% 47% 42% 86.000
Konsumgüter 11% 44% 45% 97.000
Lebensmittel 12% 54% 34% 81.000
Logistik, Versand 14% 52% 33% 76.000
Maschinen-, Anlagenbau 12% 52% 36% 87.000
Medizin-, Mess-, Steuertechnik 10% 47% 43% 90.000
Metallerzeugung, -bearbeitung 16% 53% 31% 80.000
Pharmaindustrie 10% 44% 46% 97.000
Telekommunikation 15% 45% 40% 88.000
Verkehr, Luftfahrt 17% 51% 32% 87.000
Verlage, Medien, Werbung, PR 18% 42% 40% 72.000
Versicherungen 12% 52% 36% 93.000
Wirtschaftsprüfung 7% 35% 58% 91.000
Quelle: mm-Gehaltsreport 2009. Online-Umfrage im Juli/August, 91.000 Teilnehmer

Im Langzeitvergleich scheinen Führungskräfte auf den ersten Blick bestens abzuschneiden, wie aktuelle Erhebungen ergeben: Sie verdienen heute durchschnittlich 15 Prozent mehr als 2003. Fachkräfte verdienen immerhin 4 Prozent mehr.

Wieder anders sieht es allerdings aus, wenn man sich Studien anschaut, die die Inflationsrate in die Berechnungen mit einbeziehen: Demzufolge fällt das reale Einkommen eines Geschäftsführers heute 12 Prozent niedriger aus als 1990. Zwar stiegen die Einkommen, doch um die jährliche Preissteigerung bereinigt ergibt sich ein Verlust an Kaufkraft.

Insgesamt mussten in jedem zweiten der gängigen Berufe solche Einkommensverluste hingenommen werden. Deutliche Steigerungen gab es dagen für Beamte und Angestellte im Öffentlichen Dienst. Auch Makler, Bankkaufleute und Anlageberater legten zu.

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