Eigentlich ist die Sache mit der richtigen Kommunikation allen klar. Um Mitarbeitern im Unternehmen anstehende Veränderungen nachvollziehbar zu erklären, führt an persönlichen Gesprächen nichts vorbei. Satte 81 Prozent der deutschen Führungskräfte sind laut einer aktuellen Befragung, die das "Handelsblatt" in Zusammenarbeit mit den IT-Unternehmen Damovo und Cisco durchgeführt hat, davon überzeugt, dass dies die angemessene Form der Kommunikation sei.
Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Zwei Drittel der Chefs informieren ihre Mitarbeiter vor allem per E-Mail über einschneidende Maßnahmen an ihren Arbeitsplätzen. Das persönliche Gespräch haben hingegen nur 44 Prozent der Unternehmen in ihrem Repertoire. Damit liegt die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht gleich auf mit dem Telefonat und der Information über das Intranet.
Die fatalen Konsequenzen aus dieser Informationspolitik belegt die Studie eindeutig. Während zwei von drei Führungskräften glauben, dass sie die notwendigen Veränderungen gut vermitteln, fühlen sich andererseits nur 37 Prozent der Mitarbeiter ausreichend über die zu erwartenden Umbrüche informiert.
Video-, Audio und Web-Konferenzen, die den persönlichen Charakter gegenüber standardisierten E-Mails oder häufig an die gesamte Belegschaft gerichteten Intranet-Einträgen deutlich erhöhen könnten, werden von den Unternehmen bisher nur wenig genutzt. Daran liegt es wohl auch, dass bisher nur ein Drittel der Befragten diesen Info-Kanälen einen positiven Nutzen zusprechen. Von denen, die sie bereits einsetzen, waren nämlich beachtliche 72 Prozent mit den Ergebnissen zufrieden.
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