Wolfsburg - Der operative Gewinn des Wolfsburger Konzerns verdoppelte sich nach Angaben vom Donnerstag im zweiten Quartal auf 1,99 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal des Krisenjahres 2009 hatte VW dank der Abwrackprämie 928 Millionen Euro eingefahren.
Nach dem Ende der staatlichen Stütze sorgt nun die hohe Pkw-Nachfrage aus China und den USA für gute Geschäfte. Der Umsatz schwoll im zweiten Quartal um 22 Prozent auf gut 33 Milliarden Euro an.
"Das Ergebnis des ersten Halbjahres hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen", sagte VW-Chef Martin Winterkorn am Donnerstag in Wolfsburg. Zu der rasanten Entwicklung trugen unter anderem der boomende chinesische Markt, aber auch günstige Wechselkurseffekte bei, die Volkswagen
besonders in Nord- und Südamerika zugute kommen.
Für das Gesamtjahr erwartet Europas größter Autobauer weitere Zuwächse, allerdings dürfte die Dynamik in der zweiten Jahreshälfte nachlassen, wie der Vorstand mitteilte.
Volkswagen hatte nach einem überraschend starken Absatz in den ersten Monaten bereits im Frühsommer seine Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben geschraubt. Demnach erwartet der Konzern für 2010, dass der operative Gewinn des Vorjahres von 1,9 Milliarden Euro deutlich übertroffen wird.
Analysten hatten im Schnitt für das zweite Quartal lediglich mit einem Konzernumsatz von 29,4 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis von 1,17 Milliarden Euro gerechnet.
Die im Dax gelistete Vorzugsaktie von VW legte nach der Bekanntgabe der Zahlen um fast 2 Prozent auf über 80 Euro zu.
la/dpa-afx
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