München - Der Umsatz kletterte verglichen mit dem Vorjahresquartal um 16 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in München mitteilte. Im frühen Handel verbilligten sich die MAN-Aktien um rund 2,3 Prozent. Durch die bereits veröffentlichten positiven Aussagen der Konkurrenten Scania, Volvo und Daimler sei schon ein Großteil der guten Nachrichten im Kurs enthalten, sagte ein Händler mit Blick auf das Kursminus.
Das operative Ergebnis legte um knapp das Doppelte auf rund 276 Millionen Euro zu. Die zaghaften Erholungstendenzen vom Jahresbeginn hätten sich verstärkt, schrieb Vorstandschef Georg Pachta-Reyhofen in einem Brief an die Aktionäre. "Gleichzeitig ist es in vielen Bereichen noch ein weiter Weg zurück zur hohen Auslastung der vergangenen Rekordjahre."
Nach oben entwickelte sich auch der Auftragseingang. Im zweiten Vierteljahr verbuchte der Konzern Aufträge in Höhe von rund 3,7 Milliarden Euro, 6 Prozent mehr als im ersten Quartal, verglichen mit dem krisenbedingt schwachen Vorjahresquartal war es sogar ein Plus von 64 Prozent. "Vor allem die stetige Aufwärtsentwicklung bei MAN Nutzfahrzeuge stützt unsere Erwartungen einer nachhaltigen positiven Entwicklung", schrieb Pachta-Reyhofen.
Den größten Ergebnisbeitrag lieferte die Maschinenbausparte Diesel & Turbo. Im Lastwagengeschäft profitierten die Münchner deutlich vom boomenden Markt in Brasilien. MAN hatte das Geschäft im vergangenen Jahr von Volkswagen übernommen. Dort boomt die Lastwagennachfrage gestützt von Steuervergünstigungen und billigen Krediten. Das Lkw-Geschäft in Europa schaffte im zweiten Quartal wie angekündigt die Rückkehr in die schwarzen Zahlen.
Nach Einschätzung von MAN-Finanzvorstand Frank Lutz wird die positive Entwicklung über das laufende Jahr hinaus anhalten. "Diese Erfolgsgeschichte wird sich im Jahr 2011 fortsetzen", sagte Lutz dem Fernsehsender CNBC. Für das Gesamtjahr 2010 kündigte MAN ein Umsatzplus von mehr als 10 Prozent, deutlich mehr Neubestellungen und eine Umsatzrendite auf dem Halbjahresniveau (6,0 Prozent) an.
ak/dpa-afx/reuters
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