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29.07.2010
 

Bayer

Kunststoffsparte rettet den Gewinn

Schwieriges Pharmageschäft: Teva macht Bayers Antibabypille Konkurrenz, die Hoffnung auf das Krebsmedikament Nexavar ist geschwächt
ddp

Schwieriges Pharmageschäft: Teva macht Bayers Antibabypille Konkurrenz, die Hoffnung auf das Krebsmedikament Nexavar ist geschwächt

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat im zweiten Quartal von der Geschäftserholung in seiner Kunststoffsparte profitiert. Insgesamt ging der Gewinn leicht zurück. Zwei große Rückschläge im Pharmageschäft belasten den Ausblick.

Leverkusen - Die kräftige Erholung bei Material Science kompensiere die unter den Erwartungen liegende Entwicklung der Sparten Crop Science und Health Care, teilte der Konzern am Donnerstag in Leverkusen mit.

Der Konzerngewinn sank und das Traditionsunternehmen lag mit seinen Zahlen etwas unter den Schätzungen der Analysten. Unter dem Strich stehe ein Überschuss von 525 Millionen Euro in den Büchern, ein Rückgang von 1,3 Prozent, teilte Bayer am Donnerstag mit. Analysten hatten mit einem Anstieg gerechnet.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie Sondereffekten sei dagegen um 8,6 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro gestiegen. Analysten hatten im Schnitt 1,98 Milliarden Euro erwartet. Der Umsatz nahm um 14,6 Prozent auf 9,179 Milliarden Euro zu.

Laut Bayer war das zweite Quartal durch Sondereinflüsse von insgesamt minus 255 Millionen Euro belastet. Im Einzelnen seien dies minus 123 Millionen Euro aus Rechtsfällen in den Sparten HealthCare und CropScience und minus 132 Millionen Euro aus der außerplanmäßigen Teilabschreibung eines Krebsmedikaments.

Für 2010 rechnet Bayer im Konzern weiter mit einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzplus von mehr als 5 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen dürfte von 1,917 (1,765) Milliarden Euro im zweiten Quartal auf mehr als sieben Milliarden Euro im Gesamtjahr 2010 klettern.

Für das Gesundheits- und Agrochemiegeschäft dagegen senkte der Konzern seine Prognosen. Als Begründung verwies Bayer unter anderem auf den unerwartet frühen Markteintritt eines generischen Konkurrenzprodukts für die Verhütungspille Yaz in den USA.

ak/reuters/dpa-afx

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