Von Nicole Basel
Martina Siebers Arbeitgeber aber sieht die Vorteile der Teilzeitangebote überwiegen. "Wir haben hoch qualifizierte Leute", sagt Birgit Fauser aus der Personalabteilung von IBM, "die wollen wir behalten, auch wenn sie nur Teilzeit arbeiten wollen oder können." Dabei habe der Wunsch nach flexiblen Arbeitszeiten nicht immer mit der Familiengründung zu tun. Mancher wolle sich etwa ehrenamtlich engagieren.
Die Flexibilität von Siebers Arbeitszeiten geht so weit, dass sie in der Regel etwas mehr arbeitet, so dass sie sich, wenn etwa ihre Kinder Ferien haben, frei nehmen kann. Akzeptanzprobleme in ihrem Team, sagt sie, gebe es keine. "Die sehen, dass ich flexibel bin." Im Notfall auch mal kurzfristig einspringen zu können, sei eben doch nötig. "Ich glaube nicht, dass ein starres Modell bei einer Führungskraft funktioniert."
Auch, so sagt sie, sei nicht jede Führungsposition für Teilzeit geeignet. "Wenn es bei kundenzentrierten Projekten vier Wochen Einarbeitungszeit gibt, dann kann man nicht acht brauchen, weil man nur halbe Tage kommt."
In ihrem Fall kann sie sich auf ihre Führungsarbeit konzentrieren, und andere Aufgaben, die sie in Teilzeit nicht schafft, abgeben. Davon würden ihre Mitarbeiter auch profitieren. "Die erleben ein wahnsinniges Vertrauen in sie", sagt Sieber. "Ich habe schließlich gar nicht die Zeit, sie ständig zu kontrollieren."
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