Hamburg - Eine Fortsetzung des Beschäftigungspakts zieht für die Deutsche Bahn womöglich Zusatzkosten von 662,5 Millionen Euro für die Jahre 2011 bis 2015 nach sich. Das berichtet das manager magazin unter Berufung auf ein vertrauliches Bahn-Papier. Das neue manager magazin ist ab Freitag (25. Juni) erhältlich.
Zwei Tarifwerke des Staatsunternehmens laufen in Kürze aus. Am 31. Juli endet der Konzerntarifvertrag, zum Jahresende der sogenannte Beschäftigungssicherungsvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.
Die Gewerkschaften bestehen - das haben sie bereits signalisiert - auf einer Fortsetzung des Beschäftigungspakts. Zudem verlangen sie deutliche Lohnerhöhungen.
Das Bahn-Management geht offenbar davon aus, den Beschäftigungspakt verlängern zu müssen, und hat die Zusatzkosten bereits bilanziell berücksichtigt. In die Konzernplanung sind sie allerdings noch nicht aufgenommen. Weder in die Bilanz noch in ihre Planung eingearbeitet hat die Bahn hingegen das allgemeine Tarifrisiko.
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