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17.06.2010
 

Privatisierung

Merz soll Verkauf der WestLB regeln

Soll aus der Hand der Landesbehörden und Sparkassen entlassen werden: WestLB steht vor dem Verkauf
dpa

Soll aus der Hand der Landesbehörden und Sparkassen entlassen werden: WestLB steht vor dem Verkauf

Friedrich Merz soll einen Käufer für die WestLB finden. Der ehemalige CDU-Politiker hat die Aufgabe übernommen, bis spätestens Ende September das Bieterverfahren für die Landesbank einzuleiten und dann zu überwachen.

Düsseldorf - Der Anwalt und CDU-Finanzexperte Friedrich Merz soll als Treuhänder den Verkauf der WestLB an einen privaten Investor regeln. Der staatliche Bankenrettungsfonds SoFFin teilte am Donnerstag in Frankfurt mit, Merz sei zum Veräußerungsbevollmächtigten bestellt worden. Der Fonds bestätigte damit eine Meldung der "Bild"-Zeitung (Donnerstag): Danach soll Merz die Anteile der Landesbank verkaufen, die noch beim Bund, dem Land Nordrhein-Westfalen und den dortigen Sparkassen liegen.

WestLB-Chef Dietrich Voigtländer begrüßte die Bestellung von Merz. Ein Mann mit besonders ausgeprägten Erfahrungen in wirtschaftlichen und politischen Fragen habe diese wichtige Aufgabe übernommen, erklärte er in einer Mitteilung an die Mitarbeiter der Bank. Der Vorstand freue sich auf die Zusammenarbeit mit Merz.

Die Privatisierung der nordrhein-westfälischen Landesbank war von der EU-Kommission verlangt worden und muss bis Ende 2011 abgeschlossen sein. Das Bieterverfahren soll spätestens zum 30. September 2010 eingeleitet werden. Der 54-jährige Merz war bis zu seinem Ausscheiden aus der Bundespolitik 2004 unter anderem CDU- Fraktionsvorsitzender im Deutschen Bundestag.

"Mit Herrn Merz wird diese Aufgabe von jemandem übernommen, der viel Erfahrung und wirtschaftlichen Sachverstand mitbringt, der politisch gleichermaßen in Brüssel wie in Berlin verankert ist und der als Person hervorragend geeignet ist, den Interessen aller Beteiligten, einschließlich der Beschäftigten der Bank, Rechnung zu tragen", erklärte der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung

kst/ap/reuters

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