Wiesbaden - Im Vergleich zum Vorjahresquartal wuchsen die deutschen Exporte um 10,3 Prozent auf 219,5 Milliarden Euro. Vor allem die Ausfuhren außerhalb der EU legten überdurchschnittlich zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Mit einem Plus von 5,6 Prozent stiegen die Importe nur fast halb so stark.
Die deutsche Wirtschaft exportierte im ersten Quartal Waren im Wert von 84,3 Milliarden Euro in Länder außerhalb der EU. Das ist ein Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr um 17,5 Prozent. Dabei stiegen die Ausfuhren nach China um 58,0 Prozent auf 12,0 Milliarden Euro. Die Exporte nach Brasilien verbesserten sich um 40,9 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, nach Korea um 38,5 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.
Dagegen nahmen die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten nur um 6,2 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro zu. Nach Russland sind sie sogar um 0,1 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro zurückgegangen.
EU-Länder: Nachfrage in Schweden besonders stark gestiegen
In die EU-Mitgliedsstaaten erhöhten sich die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent auf 135,2 Milliarden Euro. Die Exporte in die Eurozone stiegen um 5,0 Prozent auf 92,7 Milliarden Euro, die in die nicht zur europäischen Währungsgemeinschaft zählenden EU-Länder um 9,0 Prozent auf 42,5 Milliarden Euro.
Den größten Zuwachs an Ausfuhren in Europa erzielte Deutschland in Schweden. Dorthin exportierte die Wirtschaft im ersten Quartal Waren im Wert von 4,4 Milliarden Euro. Das sind 14,5 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Die Ausfuhren in die Tschechische Republik stiegen um 13,3 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro, nach Großbritannien um 12,9 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro. Dafür sanken die Exporte nach Dänemark deutlich um 10,4 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.
Die deutschen Einfuhren stiegen im ersten Quartal 2010 um 5,6 Prozent auf 181,9 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Dabei stiegen vor allem die Importe aus Ländern außerhalb der EU mit 5,9 Prozent auf 77,6 Milliarden Euro stark an. Die Einfuhren aus Norwegen sanken mit 18,5 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro besonders stark, ebenfalls die Importe aus den Vereinigten Staaten (minus 12,4 Prozent auf 10,0 Milliarden Euro).
la / apn
© manager magazin Online 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH