Der Deutsche-Bank-Chef versicherte, er nehme den "Ansehensverlust der Bankenbranche insgesamt" ernst. "Banken operieren nicht im luftleeren Raum, sie sind Teil der Gesellschaft, in der und für die sie tätig sind." Die Reputation der Deutschen Bank habe aber während der Krise "nur vorübergehend und vergleichsweise wenig" gelitten.
An seinem Ziel einer Eigenkapitalrendite von 25 Prozent vor Steuern hält der Deutsche-Bank-Chef ebenso fest wie an der Vorgabe, bis 2011 einen Vorsteuergewinn von zehn Milliarden Euro zu erzielen. In der gegenwärtigen Situation habe die Kapitalstärke der Bank oberste Priorität, betonte Ackermann. Das erste Quartal habe aber gezeigt, dass der Konzern gut aufgestellt sei.
Aufsichtsratschef Clemens Börsig musste sich erneut gegen Vorwürfe zur Wehr setzen, Bespitzelungen in Auftrag gegeben zu haben. "Ich weise diese ehrenrührigen Behauptungen aufs Schärfste zurück", sagte Börsig. Auch die Untersuchungen der Finanzaufsicht Bafin und der Staatsanwaltschaft hätten dies ergeben: Die Behörden hatten Börsig und den Vorstand von den Vorwürfen einer Verwicklung in die Affäre entlastet.
Zuvor hatte der bespitzelte Aktionär Michael Bohndorf zusammen mit den Anwälten des Ex-Medienunternehmers Leo Kirch die Abberufung Börsigs als Leiter der Hauptversammlung gefordert. Die Deutsche Bank hatte im Sommer eingeräumt, dass Detektive in den vergangenen Jahren im Auftrag des Instituts mehrere Personen ausgespäht hätten. Besonders pikant ist dabei die Bespitzelung des kritischen Aktionärs Bohndorf, der auf Ibiza lebt. Dieser vermutet, dass eine attraktive Brasilianerin auf ihn angesetzt wurde.
manager magazin mit Material von reuters
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