München - Nach vorläufigen Zahlen kletterte das operative Ergebnis von 1,4 Milliarden im Vorjahreszeitraum auf rund 1,7 Milliarden Euro, wie die Allianz
am Mittwoch während der Hauptversammlung in München mitteilte.
Besser schnitt der Konzern in der Lebens- und Krankenversicherung sowie in der Vermögensverwaltung ab. Dagegen trafen Naturkatastrophen wie die Winterstürme in Westeuropa und das Erdbeben in Chile die Allianz mit Schäden von mehr als 500 Millionen Euro.
Das sei mehr als doppelt so viel wie in einem gewöhnlichen Quartal gewesen, sagte Konzernchef Michael Diekmann den Aktionären. Das operative Ergebnis der Sachversicherung werde daher deutlich unter dem Vorjahresniveau bleiben.
"Voraussetzung ist ein stabiles Zinsumfeld"
Die Erwartungen für dieses Jahr bekräftigte Diekmann. "Obwohl man die Zahlen des ersten Quartals natürlich nicht auf das gesamte Jahr hochrechnen kann, sind wir aus heutiger Sicht auf dem Weg, das für das Geschäftsjahr 2010 angestrebte operative Ergebnis von 7,2 Milliarden Euro plus/minus 500 Millionen Euro im Konzern zu erreichen", sagte der Vorstandschef.
Voraussetzung dafür sei aber neben einem stabilen Zinsumfeld auch, dass es nicht zu weiteren Erschütterungen an den Kapitalmärkten komme und dass Großschäden aus Naturkatastrophen im Jahresverlauf auf das normale Niveau zurückgehen. Die Allianz sei gut aufgestellt, Ergebnisschwankungen in einzelnen Geschäftsfeldern auszugleichen und Wachstumschancen zu nutzen, sagte Diekmann.
Aktien der Allianz
sind am Mittwoch nach Veröffentlichung von Eckdaten für das erste Quartal ins Plus gedreht und um 1,2 Prozent auf 85,44 Euro gestiegen. Ein Händler nannte die Ergebnisse besser als erwartet, wobei der Ausblick für das kommende Jahr etwas verhalten ausfalle.
manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters
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